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Mazda 121: Der Ford Fiesta mit Mazda-Logo

Roter Mazda2 Hybrid Kleinwagen auf Drehplattform in modernem Ausstellungssaal mit Glaswänden.
In diesem Artikel
  1. Mazda 121 auf Basis des Ford Fiesta
  2. Die Unterschiede lagen im Detail
  3. Facelift mit den gleichen Erkennungszeichen
  4. Bekannte Motoren im Mazda 121

Der neue Mazda2 Hybrid ist das erste Hybridangebot der japanischen Marke in Europa. Wie wohl inzwischen allen aufgefallen ist, handelt es sich dabei letztlich um einen Toyota Yaris Hybrid mit Mazda-Emblem.

Damit ist er ein typischer Fall von Badge Engineering beziehungsweise Emblemtechnik: Ein Fahrzeug wird von einer anderen als der ursprünglichen Marke vermarktet, meist mit kaum oder gar nicht vorgenommenen Änderungen. In vielen Fällen wird tatsächlich nur das Markenlogo ausgetauscht.

Diese Praxis ist keineswegs neu und nach wie vor verbreitet. Erst kürzlich waren etwa weitere als Suzuki getarnte Toyota-Modelle zu sehen, darunter Across und Swace. Auch Mazda greift nicht zum ersten Mal auf Badge Engineering zurück: Bereits in den 1990er-Jahren folgte der letzte Mazda 121 diesem Prinzip.

Mazda 121 auf Basis des Ford Fiesta

1996, als Mazda und Ford miteinander kooperierten, diente die vierte Generation des Ford Fiesta als Grundlage für die neue Generation des Kleinwagens der japanischen Marke.

Zwar blieben die Unterschiede zum Fiesta überschaubar, doch es gab ihrer mehr als heute zwischen Mazda2 Hybrid und Toyota Yaris. Persönlich muss ich allerdings zugeben, dass ich den Mazda 121 in jüngeren Jahren nur schwer von jenem Ford Fiesta unterscheiden konnte, der zeitweise bei uns zu Hause stand.

Die Unterschiede lagen im Detail

An der Front fiel vor allem der Kühlergrill auf. Da er nun einen Mazda zierte, verlor er die damals für Ford typische ovale Form. Stattdessen trug er sowohl das Logo der Marke aus Hiroshima als auch eine schmale Chromleiste am oberen Rand.

Zusätzlich erhielten die vorderen und hinteren Stoßfänger wenig attraktive, aber zweifellos zweckmäßige Kunststoffschutzleisten. Das auffälligste „Persönlichkeitsmerkmal“ des Mazda 121 fand sich jedoch an der Heckklappe.

Dort saßen neben dem Mazda-Logo zwei schwarze Kunststoffleisten, jeweils eine auf jeder Seite des Türgriffs. Einen besonderen praktischen Zweck hatten sie nicht: Mazda nutzte sie lediglich, um den Markennamen und die Modellbezeichnung anzubringen. Das erleichterte zwar die Unterscheidung vom Fiesta, verlieh dem Heck aber zugleich ein etwas eigenwilliges Erscheinungsbild.

Im Innenraum beschränkte sich die Abgrenzung in einer Zeit, als Infotainmentsysteme aus einem Kassettenradio bestanden, ausschließlich auf das Logo in der Mitte des Lenkrads.

Facelift mit den gleichen Erkennungszeichen

1999 erhielt auch der Mazda 121 – ebenso wie der Ford Fiesta – ein Facelift. Die Nähe der beiden Modelle zueinander blieb selbstverständlich bestehen: Weiterhin unterschieden sie sich nur durch den Frontgrill, die schwarzen Leisten am Heck und die Kunststoffschutzelemente an den Stoßfängern.

Bekannte Motoren im Mazda 121

Optisch war der Mazda 121 ein „Fotokopie“ des Ford Fiesta mit einigen abweichenden Details; technisch sah es nicht anders aus. Schließlich liefen beide Modelle am selben Montageband vom Band.

Das Benzinangebot umfasste den bekannten 1,25-l-Vierzylinder der Zetec-Familie – jener Motor, der mit Unterstützung von Yamaha entwickelt worden war – mit 75 PS sowie den betagten 1,3-l-Endura mit lediglich 60 PS. Bei den Dieselmotoren stand ein 1,8-l-Aggregat zur Wahl, das als Saugmotor 60 PS leistete und mit Turbo auf 75 PS kam.

Der Mazda 121 wurde kein Verkaufserfolg und machte 2003 dem Mazda2 Platz. Dieser nutzte allerdings weiterhin dieselbe Plattform wie der Ford Fiesta.

Bemerkenswert ist, dass der Mazda-Kleinwagen fast 20 Jahre nach seiner „Unabhängigkeit“ erneut direkt von einem anderen Modell abstammt. Der neue Mazda2 Hybrid wird dabei neben dem seit 2014 angebotenen Mazda2 verkauft, sodass beide Modelle parallel im Programm bleiben.

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Markus Höller

Markus Höller ist gelernter Kfz-Technikermeister aus dem Burgenland und beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit moderner Fahrzeugdiagnose, Service und Reparatur. Sein besonderes Interesse gilt der E-Mobilität, der Fahrzeugtechnik im ländlichen Raum sowie praxisnahen Tipps für Autofahrerinnen und Autofahrer im Burgenland.

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