Ganz einfach: Haltet sie ... einfach. Wir haben euch gefragt, wie ihr euer perfektes Performance-Auto bauen würdet – und eure Antworten konnten sich sehen lassen.
Das ideale Performance-Auto: leicht, direkt und unkompliziert
Den Anfang macht der meistgewählte Kommentar der Woche von Peterson: „Ein Performance-Auto kann alles sein, was du willst, solange es dir nach der Fahrt ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Limousine oder Coupé? Egal, solange es nicht hoch gebaut ist. Motor? Egal, solange er klangvoll ist. Getriebe? Egal, solange es knackig schaltet und schnell anspricht. Das Fahrwerk sollte straff, aber komfortabel sein; das Handling direkt, in der Mittellage aber noch ein wenig unpräzise.
„Das Design muss zurückhaltend sein, mit ein paar Akzenten hier und da, aber ohne übertriebenen Schnickschnack. Gegen Fahrassistenzsysteme habe ich nichts, adaptive Dämpfer und andere Fahrwerksregelungen halte ich jedoch nicht für nötig. Sie bringen zusätzliches Gewicht. Es gibt einen Grund, warum in der Debatte um das beste Performance-Auto sowohl Hot Hatches als auch Supersportwagen auftauchen. Die schlichtesten und am leichtesten nachvollziehbaren Autos landen immer ganz vorne. Was für ein Zufall, oder?“
Als Nächstes kommt Jay Kay: „Ich glaube an das Credo von Colin Chapman: Vereinfachen und Leichtigkeit hinzufügen. Deshalb schaue ich mir den Ariel Atom 500 V8 sehr genau an. Also maximal 750 kg fahrfertiges Gewicht und 750 bhp. Die Leistung kommt aus einer Variante des kreischenden Quad-Rotors ‚R26B‘ aus dem Mazda 787B.“
Ein Atom mit einem 787B-Motor? Puh. Danach ist Teabag Towers an der Reihe: „Gordon Murray hat mit dem T50 gezeigt, wie ein grossartiges Performance-Auto aussehen sollte. Jedes Performance-Auto scheint heute an der Zwei-Tonnen-Marke zu kratzen; der T33 wiegt 1,1 Tonnen. Er besitzt denselben kreischenden V12 mit mehr als 600 PS wie der T50, allerdings mit etwas weniger umstrittenem Design – dem Lüfter – und einem Handschaltgetriebe.
„Leichte Performance-Autos bauen zu können, scheint mir in der Autobranche eine aussterbende Kunst zu sein. Die meisten Autos müssen heute auf allerlei ausgefallene Elektronik und absurd viel Leistung setzen, um etwas zu erreichen, das ein leichteres Auto von Beginn an schaffen könnte.“
So sieht Lachlans Vorstellung aus: „Ich habe das Gefühl, dass alle Performance-Autos mit ihren Computern, Assistenzsystemen und so weiter zu kompliziert werden. Wir brauchen wieder ein Performance-Auto nach dem Grundprinzip, also: einen niedrigen Preis von etwa 52.000 bis 70.000 Euro. Einen 3,0- oder 4,0-Liter-V6-Saugmotor, der wie ein AMG GT klingt und 400 bhp leistet, in vier Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt und 274 km/h Spitze erreicht. Hinterradantrieb mit Sperrdifferenzial. Kein Unsinn wie Torque Vectoring: Es soll nur übersteuern, wenn du das möchtest, und sonst gutmütig untersteuern.“
Arvin Adilaksono lieferte mehrere Ideen für Motorumbauten, aus denen wir drei Favoriten ausgewählt haben: „1) Nimm das Kohlefaser-Chassis des Alfa Romeo 4C und baue den V6 aus einer Giulia Quadrifoglio ein, damit daraus der ‚4C QV‘ wird. 2) Nimm den BMW i8, wirf den Dreizylinder raus und ersetze ihn durch den Sechszylinder aus dem M4 GTS, um eine Neuauflage des M1 zu schaffen. 3) Nimm den Renault Clio RS, entferne seinen Antrieb und platziere den Biturbo-V6 eines Nissan GT-R Nismo dort, wo früher die Rückbank war. Kombiniere ihn mit einem manuellen Getriebe, Karbonbremsen, Gewindefahrwerk und Michelin Pilot Sport Cup 2 R. Das Ergebnis? Der neue Clio V6.“
Performance-Autos müssen den Mut haben, anders zu sein
Zum Abschluss folgt unser letztes Highlight der Woche, Andrew Robinsons Ansicht: „Vorgaben zu Gewicht, Motortyp, Leistung, Drehmoment, Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit garantieren noch lange kein grossartiges Performance-Auto – ausser du verfügst über technisches Know-how auf Ferrari-Niveau. In einer Welt, in der du bei einem Kia-Händler einen Familien-Kompaktwagen mit 577 bhp für 72.000 Euro kaufen kannst, sagen Datenblätter nicht mehr viel aus. Sich von der Masse gleichförmiger SUVs abzuheben, bedeutet hingegen alles. Daher schlage ich eine einfache Regel für ein grossartiges Performance-Auto vor: Mach etwas anders.
„Setz den Motor an die falsche Stelle: Porsche 911. Dreh den Motor im Vergleich zu allen anderen um 90 Grad: Lamborghini Miura. Beschränke die Grundfläche auf jene eines F1-Autos der 60er-Jahre: McMurtry Spéirling. Kopiere ein Spielzeug: Tamiya Wild One Max. Übertrage Renntechnik auf ein Geländefahrzeug: Ariel Nomad. Bau einen Motorradmotor in eine 60 Jahre alte Karosserie: Caterham 7 170. Das ist eine Liste völlig unterschiedlicher grossartiger Performance-Autos mit höchst unterschiedlichen Gewichten, Antrieben und Designphilosophien. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: In einer Welt der Gleichförmigkeit trauen sie sich, anders zu sein.“






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