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Porsche Boxster 25 Years im Test

Silberner Porsche Boxster Cabrio fährt auf kurviger Küstenstraße mit Blick auf Meer und bewaldete Hügel.
In diesem Artikel
  1. Was ist das?
  2. Wie viele Porsche Boxster 25 Years wird es geben?
  3. Was bekommt man für sein Geld?
  4. Gibt es technische Änderungen?
  5. Vermiest das Getriebe das gesamte Erlebnis?
  6. Würden Sie einen Boxster 25 Years kaufen?

Was ist das?

Kurioser Fakt: Der Boxster wird ungefähr schon so lange verkauft, wie der jüngste Mitarbeiter von TG.com lebt. In diesen 25 Jahren hat Porsche allein in Grossbritannien mehr als 43.000 Exemplare abgesetzt. Kein Wunder also, dass die Inserate voller verlockend günstiger Angebote sind.

Diese besondere Ausführung des Boxster der Generation 982 dürfte allerdings wohl nie wirklich billig werden. Sie heisst 25 Years und ist, wie der Name bereits verrät, ein limitiertes Sondermodell zum 25-jährigen Jubiläum von Porsches meist ausgezeichnetem Einstiegs-Roadster.

Wie viele Porsche Boxster 25 Years wird es geben?

Weltweit werden 1.250 Fahrzeuge gebaut. Unser Testwagen trägt die Nummer 50. In Grossbritannien startet der Preis bei beachtlichen £73,820 – der deutlich sportlichere Boxster Spyder kostet damit lediglich £1,020 mehr.

Als Basis dient ein Boxster GTS 4.0, also der Boxster für den täglichen Einsatz. Zur Wahl stehen ein Sechsgang-Handschalter oder das Siebengang-PDK. Lackiert wird er in Schwarz, Weiss oder Silber; dazu gibt es ein rotes oder schwarzes Stoffverdeck sowie einen Innenraum in rotem oder schwarzem Leder.

Was bekommt man für sein Geld?

Gegenüber einem regulären Boxster GTS 4.0 verlangt Porsche £6,570 Aufpreis. Dafür erhält der 25 Years laut Porsche Zusatzausstattung im Wert von rund £10,000: darunter die edlen LED-Scheinwerfer mit „PDLS Plus“, elektrisch verstellbare Sportsitze mit 14 Einstellmöglichkeiten, ein beheizbares Lenkrad und eine Lederausstattung mit glatter Oberfläche.

Hinzu kommen die exklusiven Details, die für den normalen Boxster nicht erhältlich sind – allen voran die schönen gold lackierten Räder und zahlreiche „Boxster 25“-Embleme. Ein „718“-Abzeichen sucht man an diesem Auto übrigens vergeblich. Schade nur, dass bei einem Wagen um £70k für Dinge, die eigentlich serienmässig sein sollten, weiterhin extra bezahlt werden muss: etwa für die Geschwindigkeitsregelanlage (£228) oder elektrisch anklappbare Aussenspiegel (£210). So ist eben Porsche.

Gibt es technische Änderungen?

Nein. Bei Motor, Getriebe, Fahrwerk und Aufhängung entspricht der 25 Years einem gewöhnlichen Boxster GTS 4.0. Das bedeutet: In fast jeder Hinsicht ist er verdammt grossartig – mit einer leicht ärgerlichen Ausnahme, nämlich der Getriebeübersetzung.

Das Sechsgang-Schaltgetriebe ist hervorragend, ebenso wie der Saugmotor mit sechs Zylindern, den wir so schmerzlich vermisst haben, als der Boxster kurzzeitig nur mit vier Zylindern angeboten wurde. Den Motor bis knapp 8.000 U/min auszudrehen, den nächsten Gang einzulegen und alles wieder von vorne zu erleben, ist enorm aufregend – der Klang ist tatsächlich fantastisch. Doch die Gänge sind derart lang übersetzt, dass sich diese Gelegenheit selten ergibt. Ausser man lebt in Deutschland.

Der zweite Gang reicht bis 85mph, was schlicht absurd ist. Porsche bezeichnet ihn als „Überholgang“. Zweifellos spielen aber auch Emissionswerte und der Wunsch, sicherzustellen, dass der Boxster nicht schneller als ein 911 ist, eine Rolle. Kürzere Übersetzungen würden dieses Auto wirklich grundlegend verändern.

Vermiest das Getriebe das gesamte Erlebnis?

Nein, selbstverständlich nicht. Es ist zwar ärgerlich, dass man den Drehzahlbegrenzer legal nur im ersten Gang erreicht, doch der Boxster ist bei weitem nicht das einzige Auto mit diesem Problem. Davon abgesehen ist er ein wunderschön ausgeführtes, hochwertiges Gesamtpaket mit einem ausgezeichneten Motor, Getriebe und Chassis. An Lenkung, Bremsen, Grip und Beschleunigung gibt es tatsächlich kaum etwas auszusetzen. Sämtliche Bedienelemente haben eine perfekt abgestimmte Gewichtung und arbeiten präzise, geschmeidig und hochwertig. Komfortabel ist er ebenfalls, und bei geöffnetem Verdeck halten sich die Verwirbelungen erfreulich in Grenzen. Der Innenraum wirkt etwas wie aus der vorherigen Generation, fühlt sich aber weiterhin solide und hochwertig an. Praktischere Roadster als diesen gibt es zudem nicht viele. Zwei Kofferräume!

Würden Sie einen Boxster 25 Years kaufen?

Ich kann nicht – er ist bereits ausverkauft. Wäre ich jedoch auf der Suche und hätte die Gelegenheit, würde ich zugreifen. Gegenüber dem normalen Boxster GTS kostet er nicht wesentlich mehr, den Preisunterschied würde man ohnehin in Sonderausstattung investieren, und beim späteren Verkauf dürfte man vermutlich mehr zurückbekommen. Ausserdem finde ich, dass er ausgesprochen gut aussieht.

Als Wochenendauto würde ich beim Boxster vermutlich zum Spyder tendieren, doch für den Alltag ist der GTS die richtige Wahl.

Klicken Sie auf diese blauen Worte, um unseren vollständigen Test des Porsche 718 Boxster zu lesen.

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Markus Höller

Markus Höller ist gelernter Kfz-Technikermeister aus dem Burgenland und beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit moderner Fahrzeugdiagnose, Service und Reparatur. Sein besonderes Interesse gilt der E-Mobilität, der Fahrzeugtechnik im ländlichen Raum sowie praxisnahen Tipps für Autofahrerinnen und Autofahrer im Burgenland.

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