Bei der gestrigen Vorstellung der Finanzergebnisse von Stellantis für das erste Halbjahr sprach Vorstandschef Carlos Tavares am 26. Juli über die Herausforderungen durch die Elektrifizierung und die chinesische „Invasion“.
Citroën ë-C3 als Antwort auf die chinesische „Invasion“
Zu den wichtigsten „Waffen“ zählt der neue Citroën ë-C3, den wir Anfang nächsten Jahres kennenlernen werden – erfolgt die Enthüllung noch heuer? Er wird das erste vollelektrische Stellantis-Modell auf dem europäischen Markt mit einem Preis unter 25.000 Euro sein.
Um diesen Preis zu ermöglichen, sollen mit dem Modell innovative Lösungen eingeführt werden, die sich unmittelbar auf die Kontrolle der Produktionskosten auswirken.
Carlos Tavares bezeichnet ihn zudem als „den ersten Schritt unserer Antwort auf das, was nun als ‚chinesische Invasion‘ auf dem europäischen Markt bezeichnet wird. Wir werden sie mit dieser Art von Produkt bekämpfen, und weitere sind bereits auf dem Weg. Sie alle werden erschwinglich und rentabel sein.“
Stellantis erweitert sein Angebot an Elektroautos
Der neue Citroën ë-C3 gehört zu den 47 vollelektrischen Modellen, die Stellantis bis Ende 2024 im Verkauf haben wird. Damit wird sich das derzeitige Angebot von 23 Modellen mehr als verdoppeln. Dabei bleiben die Neuheiten nicht stehen: Hinzu kommt eine neue Plattform.
Neue Plattform für das C-Segment
Stellantis führt in Europa derzeit bei den Elektroautos sowohl im A-Segment der Stadtautos mit dem Fiat 500 als auch im B-Segment der Kleinwagen mit dem Peugeot e-208. Im deutlich stärker umkämpften C-Segment der kompakten Familienautos steht diese Führungsposition noch aus.
Die neue STLA Medium Platform soll dafür die Lösung liefern. Auf ihrer Grundlage sollen Modelle mit einer maximalen Reichweite von über 700 km und Batteriekapazitäten von bis zu 98 kWh entstehen. Gleichzeitig soll der kombinierte Verbrauch unter 14 kWh/100 km liegen.
„Nichts von dem, was wir derzeit bei Stellantis in der Entwicklung tun, verfolgt ein anderes Ziel, als das Beste seiner Klasse zu sein.“
Carlos Tavares, CEO von Stellantis
Das Konzept sieht vor, ansprechende Autos zu schaffen, die Emotionen wecken. Gleichzeitig soll in enger Zusammenarbeit mit den Zulieferern das beste Verhältnis zwischen Qualität und Preis erzielt werden. „Denn wir wollen den Wert, den wir schaffen, rentabel machen“, ergänzt Carlos Tavares.
Die Zahlen von Stellantis im ersten Halbjahr
Für Stellantis verlief die erste Hälfte des Jahres 2023 sehr erfolgreich: Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum meldete der Konzern Rekordwerte. Besonders deutlich zeigt sich das beim Nettoumsatz von 98,4 Milliarden Euro, der gegenüber 2022 um 12 % zulegte.
Der bereinigte operative Gewinn erreichte 14,1 Milliarden Euro. Der Nettogewinn stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 um 37 % auf 10,9 Milliarden Euro.
Den stärksten Anstieg verzeichneten jedoch die freien industriellen Cashflows: Sie legten gegenüber 2022 um 63 % zu. Anders ausgedrückt liegen die im ersten Halbjahr dieses Jahres verbuchten 8,7 Millionen Euro um 3,3 Milliarden Euro über dem Wert von 2022.
Wie Carlos Tavares erklärte, funktioniert der Strategieplan Dare Forward 2030 in vollem Umfang. Als Beleg dafür gelten die gerade vorgelegten Rekordzahlen von Stellantis, die bis zum Jahresende weiter steigen werden.






Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Kommentar hinterlassen