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Toyota bZ4X und bZ4X Touring im direkten Vergleich

Zwei Toyota Elektro-SUV-Modelle BZ4X und BZ4X Tour in weiß und blau in hellem Showroom.
In diesem Artikel
  1. Ein Detail mit großer Wirkung
  2. Der leistungsstärkste elektrische Toyota
  3. Zwei Batterieoptionen für den bZ4X SUV
  4. Was kostet diese Entscheidung?
  5. Welcher bZ4X passt besser?

Elektroautos, die auch abseits befestigter Straßen überzeugen, wirken noch immer wie ein ungewöhnliches Konzept. Doch Toyota bietet mit dem bZ4X eine rein elektrische Modellfamilie, die sich auch dann wohlfühlt, wenn der Asphalt endet. Sie ist in zwei klar unterschiedlichen Karosserievarianten erhältlich: als klassischer SUV und als vielseitigerer, stärker auf Familien ausgerichteter Touring.

Obwohl beide denselben Namen tragen, unterscheiden sie sich in wesentlichen Punkten und verfolgen jeweils ein eigenes Konzept. Deshalb lohnt es sich, genau hinzusehen und zu rechnen, um herauszufinden, welcher bZ4X den persönlichen Anforderungen besser entspricht.

In diesem Video zeigen wir, was die beiden Modelle gemeinsam haben – und vor allem, wodurch sie sich voneinander abheben:

Toyota hält an Hybridantrieben fest, baut sein Angebot an rein elektrischen Modellen jedoch kontinuierlich aus. Der bZ4X war das erste Modell dieser Reihe und erhielt nun eine umfangreiche Überarbeitung. Diese bringt mehr Leistung und Reichweite sowie einige optische Anpassungen.

Die wichtigste Neuheit im Programm ist jedoch der bZ4X Touring. Die zweite Karosserieversion bietet mehr Platz und höhere Alltagstauglichkeit, während sie das bekannte Erscheinungsbild des bZ4X weiterführt: markante Radhausverkleidungen in Kontrastfarbe und robust gestaltete Stoßfänger.

Ein Detail mit großer Wirkung

Mit 4,83 m Länge ist der bZ4X Touring um 14 cm länger. Dadurch wächst das Kofferraumvolumen auf 669 Liter – das sind 217 Liter mehr als beim herkömmlichen bZ4X.

Im Alltag bedeutet das zusätzlichen Raum für Gepäck, Einkäufe oder anderes Transportgut. Gerade für Familien kann dieser Unterschied bei der Kaufentscheidung ausschlaggebend sein. Eine Eigenschaft teilen allerdings beide Varianten: Die Bodenfreiheit liegt über jener des Toyota RAV4.

Im Innenraum fallen die Unterschiede deutlich geringer aus, denn beide Modelle verfügen nahezu über dieselbe Ausstattung. Optisch zählt das Cockpit zwar nicht zu den hochwertigsten am Markt, folgt dafür aber einem sachlichen und funktionalen Ansatz.

Dazu gehören zwei großzügig dimensionierte Displays: ein 14-Zoll-Bildschirm für das Infotainment sowie ein 7-Zoll-Display für die Instrumentierung. Hinzu kommen eigene physische Bedienelemente für die Klimatisierung, mehrere Ablagemöglichkeiten, eine kabellose Ladefläche für zwei Smartphones und elektrische Sitze mit Memory-Funktion, die beheizt und belüftet werden können.

Auf den hinteren Sitzplätzen stehen andere Anforderungen im Vordergrund, insbesondere bei Familien mit Kindern. Zwar ist die Beinfreiheit in beiden Versionen gleich, sie reicht jedoch für eine gute Alltagstauglichkeit aus.

Der leistungsstärkste elektrische Toyota

Die Unterschiede zwischen den beiden Modellen beschränken sich nicht auf Raumangebot und Vielseitigkeit, sondern sind auch während der Fahrt spürbar. Denn der Touring ist mit einem Antrieb erhältlich, den es für den bZ4X SUV nie gab.

Gemeint ist die Variante mit zwei Elektromotoren und Allradantrieb. Sie leistet 280 kW (381 PS) und beschleunigt in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Lässt man die GR-Modelle außen vor, erreicht kein Toyota-Serienmodell diesen Wert.

Die Einstiegsvariante mit einem einzelnen Elektromotor an der Vorderachse kommt auf 165 kW (225 PS) und benötigt für den Sprint von 0 auf 100 km/h 7,3 Sekunden.

Unabhängig vom gewählten Antrieb verwendet jeder bZ4X Touring dieselbe 74,7-kWh-Batterie. Toyota gibt für die Version mit Frontantrieb eine kombinierte WLTP-Reichweite von bis zu 591 km an, beim 4×4-Modell sind es bis zu 528 km.

Zwei Batterieoptionen für den bZ4X SUV

Beim bZ4X SUV besteht das Angebot aus zwei Batterievarianten. Die kleinere Batterie mit 57,7 kWh ermöglicht bis zu 444 km Reichweite und wird mit einem Frontmotor mit 123 kW (167 PS) kombiniert. Darüber positioniert sich eine 73,1-kWh-Batterie, ebenfalls mit Frontantrieb, die 165 kW (224 PS) leistet und eine Reichweite von bis zu 569 km erreicht.

Beim Laden spielt es keine Rolle, für welches Modell, welchen Antrieb oder welche Batteriekapazität man sich entscheidet: Die maximale Ladeleistung mit Gleichstrom (DC) beträgt stets 150 kW. Beim Wechselstromladen (AC) sind je nach Ausführung zwischen 11 und 22 kW möglich.

Die Zahlen allein erzählen allerdings nicht die ganze Geschichte. Hinter dem Lenkrad überzeugen beide bZ4X durch die gleichmäßige Leistungsentfaltung des Elektroantriebs, den leisen Innenraum und ein solides, komfortables Fahrgefühl.

Dazu kommt die größere Vielseitigkeit des Touring. Sie zeigt sich beim Platzangebot, bei den Antrieben und bei den Fähigkeiten abseits der Straße. Denn nur diese bZ4X-Variante ist mit Allradantrieb sowie den Programmen X-MODE und Grip Control verfügbar, die das Fahren abseits befestigter Wege erleichtern.

Was kostet diese Entscheidung?

Wer zwischen bZ4X und bZ4X Touring wählen möchte, muss auch die Preise vergleichen. Da die beiden Modelle unterschiedliche Einstiegsvarianten mit Batterien verschiedener Kapazität besitzen, beginnen sie auf unterschiedlichem Preisniveau.

Der Toyota bZ4X ist ab 45.640 Euro in der Ausstattungslinie Exclusive mit 57,7-kWh-Batterie erhältlich. Die nächste Stufe ist die Ausstattung Premium mit der 73,1-kWh-Batterie und kostet 49.340 Euro. An der Spitze steht die Ausführung Lounge, ebenfalls mit der größeren Batterie, deren Preis bei 55.540 Euro beginnt.

Beim Touring starten die Preise bei 53.150 Euro für den 4×2-Antrieb mit 74,7-kWh-Batterie in der Ausstattung Premium. Die Topversion Lounge mit Allradantrieb und 280 kW (381 PS) kostet 60.550 Euro.

Bei der Wahl eines dieser Modelle sollte noch ein weiterer Aspekt berücksichtigt werden. Alle bZ4X profitieren von einer Garantie, die mindestens 70 % der ursprünglichen Batteriekapazität über 10 Jahre oder bis zu einer Million Kilometer absichert – vorausgesetzt, die von Toyota vorgesehenen Wartungspläne werden eingehalten.

Welcher bZ4X passt besser?

Welche Version die richtige ist, hängt letztlich von den individuellen Anforderungen ab. Wer weder besonders viel Reichweite noch den größtmöglichen Kofferraum benötigt, für den kann der Einstiegsantrieb des bZ4X eine sinnvolle Wahl sein.

Wer hingegen mehr Raum, Reichweite und Vielseitigkeit sucht, findet im bZ4X Touring die stärkeren Argumente. Schließlich ist er die einzige Variante der Baureihe, die mit Allradantrieb ausgestattet werden kann.

Am Ende geht es weniger darum, sich zwischen zwei unterschiedlichen Modellen zu entscheiden, sondern vielmehr darum, welche Karosserie- und Antriebsversion am besten zum geplanten Einsatz des Fahrzeugs passt. Mit dem Touring stehen nun Optionen für unterschiedlichste Anforderungen zur Verfügung.

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Markus Höller

Markus Höller ist gelernter Kfz-Technikermeister aus dem Burgenland und beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit moderner Fahrzeugdiagnose, Service und Reparatur. Sein besonderes Interesse gilt der E-Mobilität, der Fahrzeugtechnik im ländlichen Raum sowie praxisnahen Tipps für Autofahrerinnen und Autofahrer im Burgenland.

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