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Dacia Bigster: Das neue SUV mit Hybrid und bis zu 1450 km Reichweite

Grüner DAIHATSU Bigster 25K SUV in hellem Showroom, moderne Frontansicht, großes Panoramadach, schwarze Akzente.
In diesem Artikel
  1. Die Größe des Dacia Bigster
  2. Eine Frage des Volumens
  3. Alles Notwendige an Bord
  4. Neuer Hybridantrieb
  5. Eine neue Leistungsstufe
  6. 1450 km Reichweite
  7. Was kostet der Bigster?

Nach seinem Erfolg im B-Segment nimmt Dacia nun mit dem Bigster das C-Segment ins Visier. Wie der Name bereits vermuten lässt, ist er das größte Modell, das die rumänische Marke je auf den Markt gebracht hat.

Das Rezept bleibt jenes, mit dem Dacia dank Sandero und Duster bei europäischen Privatkunden an die Spitze gelangte: ein nahezu unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis. Die europäischen Richtpreise setzen für den Bigster unter 25.000 Euro an.

Doch der Preis ist nicht das einzige Argument für das größte SUV von Dacia. Wir sind nach Berlin gereist, um es aus nächster Nähe kennenzulernen und herauszufinden, ob der Bigster mehr als bloße Größe zu bieten hat. Sehen wir genauer hin:

Die Größe des Dacia Bigster

Beginnen wir mit den Abmessungen: Gegenüber dem Duster legt der Bigster in fast jeder Hinsicht zu. Er ist 23 cm länger (4,57 m) und 5 cm höher (1,71 m), außerdem fällt sein Radstand um 4 cm größer aus (2,70 m).

Allein die Breite blieb mit 1,81 m unverändert. Das weist deutlich darauf hin, dass die beiden unterschiedlichen Modelle dieselbe Plattform namens CMF-B nutzen.

Auch im Innenraum macht sich das Wachstum bemerkbar, sowohl auf den Rücksitzen als auch im Kofferraum. Dieser fasst 150 Liter mehr als jener des Duster: Bis zur Gepäckraumabdeckung gibt Dacia ein Ladevolumen von 667 Litern an.

Wer die Rücksitze umklappt – das geht über zwei kleine Hebel im Kofferraum –, kann Gegenstände mit einer Länge von bis zu 2,70 m transportieren. Ein Paar Ski oder ein Möbelstück einer bekannten schwedischen Marke sollte sich somit problemlos unterbringen lassen.

Eine Frage des Volumens

Das Aussehen des neuen Dacia Bigster kommt nicht überraschend: Die Studie, auf der er basiert, war erstmals 2021 zu sehen.

Zwar verzichtet die Serienversion auf viele Anbauteile, die dem Bigster Concept einen gewagteren Auftritt verliehen, doch die Grundzüge sind erhalten geblieben. Diese hatten bereits die jüngste Generation des Duster stark geprägt, die wir schon gefahren sind.

Markante Stoßfänger, ausgestellte Radkästen und mehrere Vertiefungen in der Motorhaube verleihen dem Bigster insgesamt ein muskulöses Erscheinungsbild. Der große Kühlergrill, die Lichtsignatur an Front und Heck sowie die seitlichen Lufteinlässe betonen wiederum seine Breite.

In der Seitenansicht fallen außerdem die Felgen von 17 bis 19 Zoll und die Lackierung Indigo-Blau auf. Dacia führt diesen Farbton exklusiv für das Modell ein. Besonders gut wirkt er in Kombination mit dem schwarzen Dach, das für höher ausgestattete Versionen angeboten wird.

Alles Notwendige an Bord

Im Innenraum sind die Parallelen zum Duster offensichtlich, vor allem bei der Anordnung der Bildschirme, des Armaturenbretts und des Lenkrads.

Dennoch besitzt der Bigster eigene Merkmale. Das beginnt bei der Mittelkonsole – oder vielmehr bei den Mittelkonsolen, denn Dacia hat drei unterschiedliche Ausführungen entwickelt. Zur Wahl stehen eine niedrige und eine mittelhohe Konsole sowie erstmals eine erhöhte Variante mit Armlehne und gekühltem Fach.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Sitze: In den Journey-Versionen sorgen weichere Stoffe und elektrische Verstellmöglichkeiten für den Fahrersitz für mehr Komfort.

Zur Serienausstattung aller Bigster-Versionen gehören ein zentraler Multimedia-Bildschirm mit 10,1 Zoll, ein digitales Kombiinstrument und eine Rückfahrkamera. Das Kombiinstrument misst bei den einfacheren Ausführungen 7 Zoll, bei den Topversionen 10 Zoll. Eine Zweizonen-Klimaanlage ist ab der Ausstattung Expression serienmäßig.

Neuer Hybridantrieb

Mit dem Bigster führt Dacia eine neue Motorenpalette ein. Besonders hervorzuheben ist der Hybrid 155, der selbst innerhalb der Renault-Gruppe eine vollständige Neuheit darstellt.

Zur Erinnerung: Die Hybrid-140-Versionen von Duster und Jogger verwenden einen Vierzylinder-Benzinmotor mit 1,6 l Hubraum und eine Batterie mit 1,2 kWh. Beim Bigster Hybrid 155 wachsen der Hubraum auf 1,8 l und die Batteriekapazität auf 1,4 kWh. Zusammen mit zwei Elektromotoren – einem Antriebsmotor und einem Startergenerator – ergibt sich eine maximale Leistung von 155 PS.

Für die Kraftübertragung ist das bekannte Multimode-Getriebe der Renault-Gruppe zuständig. Es bietet vier Übersetzungen für den Verbrennungsmotor und zwei für den elektrischen Antriebsmotor.

Das neue Hybridsystem mit 155 PS liefert gegenüber den Hybrid-140-Modellen nicht nur 15 PS und 20 Nm mehr, sondern verschafft dem Bigster auch eine höhere Anhängelast: Er kann rund eine Tonne ziehen.

Sein größter Vorteil liegt dennoch im niedrigen Verbrauch. Laut Dacia kann der Bigster Hybrid 155 im Stadtverkehr bis zu 80 % der Zeit rein elektrisch fahren.

Eine neue Leistungsstufe

Erstmals ist bei Dacia der 1.2 TCe Dreizylinder-Turbomotor mit 140 PS erhältlich, also mit 10 PS mehr als im Duster. Er ist mit einem 48-V-Mildhybridsystem und einer kleinen Batterie mit 0,8 kWh Kapazität kombiniert. Die gespeicherte Energie unterstützt den Benzinmotor beim Anfahren und Beschleunigen.

Der bereits aus dem Duster bekannte und dort getestete Motor arbeitet mit einem manuellen Sechsganggetriebe zusammen. Laut Dacia ermöglicht er einen Durchschnittsverbrauch von 5,6 l/100 km.

Die rumänische Marke erklärt den Unterschied von 10 PS zwischen den beiden Motorisierungen mit Änderungen am Turbolader: Im Bigster kommt eine größere Turbine zum Einsatz.

Etwas überraschend und merkwürdig ist, dass diese Änderung die 4×4-Version des Bigster nicht erreicht hat. Sie behält den aus dem Duster bekannten 1.2 TCe mit 130 PS.

1450 km Reichweite

Die größte Besonderheit im Motorenangebot des neuen Bigster ist jedoch die Bifuel-Version für Benzin und Flüssiggas (LPG). Dacia setzt weiterhin stark auf diese Technik und ist damit in Europa Marktführer.

Als Basis dient derselbe 1.2 TCe mit 130 PS, kombiniert mit dem 48-V-Mildhybridsystem. Dieses unterstützt den Motor unabhängig davon, ob er mit Benzin oder LPG betrieben wird.

Zwei Tanks nehmen zusammen 99 Liter Kraftstoff auf: 50 Liter Benzin und 49 Liter LPG. Damit kündigt Dacia für den neuen Bigster ECO-G 140 eine Rekordreichweite von bis zu 1450 Kilometern an.

Was kostet der Bigster?

Der neue Dacia Bigster soll erst im Mai 2025 nach Portugal kommen, weshalb die Preise für den dortigen Markt noch nicht endgültig feststehen.

Europäische Richtpreise hat Dacia dennoch bereits genannt: weniger als 25.000 Euro für die Mildhybrid-Versionen, konkret für die Bifuel-Ausführung, und weniger als 30.000 Euro für den Hybrid 155.

Der Einstiegspreis der Baureihe kann praktisch als gesichert gelten. Die Hybridvariante dürfte in Portugal hingegen etwas mehr als 30.000 Euro kosten – aufgrund der portugiesischen Fahrzeugbesteuerung und des Motors mit 1,8 Litern Hubraum.

Zum Vergleich: Der Dacia Duster Hybrid 140 ist in Portugal derzeit für 29.000 Euro erhältlich.

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Markus Höller

Markus Höller ist gelernter Kfz-Technikermeister aus dem Burgenland und beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit moderner Fahrzeugdiagnose, Service und Reparatur. Sein besonderes Interesse gilt der E-Mobilität, der Fahrzeugtechnik im ländlichen Raum sowie praxisnahen Tipps für Autofahrerinnen und Autofahrer im Burgenland.

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