Singer hat seinen Katalog automobiler Kunstwerke um ein weiteres Modell ergänzt. Es trägt schlicht den Namen Porsche 911 Carrera Coupe Reimagined by Singer und zeichnet sich durch ein faszinierendes Mass an Raffinesse und Liebe zum Detail aus.
Wie gewohnt dient ein Porsche 911 der Generation 964 als Basisfahrzeug. Bei den beiden vorgestellten Exemplaren standen Singer allerdings zwei gewichtige Partner zur Seite: Cosworth übernahm den Motor, während Red Bull Advanced Technologies die Steifigkeit des gesamten Fahrzeugs sicherstellen und verbessern sollte.
Das Hauptziel bestand darin, einen Porsche 911 mit herausragenden dynamischen Eigenschaften und ohne Kompromisse zu schaffen, der zugleich den klassischen Charme der Modelle aus Zuffenhausen bewahrt.
Was für ein Motor im Porsche 911!
Hinter der Hinterachse sitzt weiterhin ein Sechszylinder-Boxermotor, wie bei allen 911. Bei diesen Singer-Exemplaren gibt es dank der Zusammenarbeit mit Cosworth jedoch zahlreiche Neuerungen.
Die Grundlage bildet der Boxermotor der 964-Generation. Hier verfügt er über 4,0 Liter Hubraum und bleibt ein Saugmotor. Angegeben werden 420 PS; laut Singer dreht das Triebwerk auf über 8000 U/min (!).
Mit der „Hilfe“ von Cosworth erhielt der Boxer Mehrventil-Zylinderköpfe mit vier Ventilen pro Zylinder. Erstmals kommen bei einem Porsche 911 Reimagined by Singer zudem eine variable Ventilsteuerung und flüssigkeitsgekühlte Zylinderköpfe zum Einsatz – der Motorblock wird weiterhin mit Luft gekühlt.
Als Partner für den Motor wurde ein manuelles Sechsganggetriebe gewählt. Auch akustisch verspricht das Triebwerk aussergewöhnlich zu sein: Die Auspuffanlage besteht vollständig aus Titan.
Red Bull modernisierte das Fahrwerk
Für das Fahrwerk war Red Bull Advanced Technologies zuständig. Das Unternehmen nutzte seine gesamte Erfahrung aus der Formel 1, um dem Porsche 911 (964) die erforderliche strukturelle Steifigkeit zu verleihen.
Nach Strukturanalyse und Simulationen brachte Red Bull zu Beginn von Singers Restaurierungsprozess Elemente aus Stahl und Verbundwerkstoffen am Monocoque des 964 an.
Die Aufhängung ist vollständig einstellbar, für die Verzögerung sorgt eine Bremsanlage mit Carbon-Keramik-Scheiben. Selbst die Michelin-Reifen wurden eigens für dieses Projekt entwickelt.
Welchen würden Sie wählen?
Bei der offiziellen Vorstellung waren zwei Exemplare zu sehen. Eines davon zeigt sich im Rennsport-Look mit mehreren sichtbaren technischen Details, einer metallic-orange lackierten Karosserie und Felgen mit Zentralverschluss.
Das zweite Fahrzeug tritt klassischer auf: Es ist hellblau und besitzt einen Innenraum mit vier Sitzplätzen. Die mechanische Basis ist identisch; mithilfe zusätzlicher Komponenten, die den Kunden in einer separaten Kiste mitgeliefert werden, lässt sich auch die Aerodynamik weitgehend angleichen – zu sehen in der Galerie unten.
Bei beiden Porsche 911 Carrera Coupe Reimagined by Singer kamen umfangreich Carbonfasern sowie leichte Materialien wie Titan zum Einsatz. Ausserdem verfügt jedes Fahrzeug über ein handgefertigtes Cockpit, das auf den jeweiligen Besitzer zugeschnitten ist.
Offizielle Preise wurden zwar nicht genannt, Schätzungen zufolge dürfte aber jedes Exemplar die Marke von einer Million Euro mühelos überschreiten. Die ersten Carrera Coupés sollen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden; insgesamt sind lediglich 100 Fahrzeuge vorgesehen.






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