Citroën setzt auf leistbare Modelle
Die Entstehung von Citroën ist eng mit den Begriffen „Innovation“ und „Leistbarkeit“ verbunden. Modelle wie der erste DS, auch „Froschmaul“ genannt, und der 2CV stehen beispielhaft dafür. Mit dem im Februar angetretenen Geschäftsführer Thierry Koskas möchte die französische Marke nun ihre Position am Markt neu definieren und dabei an einige ihrer ursprünglichen Konzepte anknüpfen.
Dass jüngere Modelle wie der Citroën Ami, der C3 und der C3 Aircross sowie der vollelektrische ë-C3 auf mehr Komfort, Alltagstauglichkeit und vor allem niedrigere Preise ausgelegt wurden, überrascht daher nicht.
Citroën C3 tritt gegen Dacia Sandero an
Koskas zufolge hat die Marke keine „Angst“ mehr davor, als direkter Wettbewerber von Dacia wahrgenommen zu werden. Der rumänische Hersteller ist für seine vergleichsweise günstigen Modelle bekannt und zählte 2023 zu den zehn meistverkauften Marken Europas. Gegenüber 2022 verzeichnete er ein Plus von 14,6 %.
„Wir sind eine Marke für die breite Masse. Das bedeutet, leistbarere und einfachere Autos zu bauen, denn dafür gibt es tatsächlich einen Bedarf. Wir haben kein Problem damit zu sagen, dass der C3 gegen Dacia antreten wird.“
Thierry Koskas, CEO von Citroën
Dabei denkt Koskas insbesondere an den Dacia Sandero: Er war 2023 das zweitmeistverkaufte Auto Europas und mit 235 893 Einheiten unangefochtener Spitzenreiter unter den Kleinwagen, wie Daten von Dataforce zeigen. Vom Citroën C3 der vorherigen Generation wurden trotz seines nahenden Modellendes 146 008 Stück verkauft.
Für den neuen Citroën C3 mit Verbrennungs- und Elektroantrieb ist es somit eine große Herausforderung, den Sandero vom ersten Platz zu verdrängen. In Portugal verfolgt Citroën ein noch ehrgeizigeres Ziel: Dort soll sich der elektrische ë-C3 besser verkaufen als der C3 mit Verbrennungsmotor.
Die Zahlen einer wachsenden Marke
Citroën hat seinen europäischen Marktanteil seit Ende des Vorjahres von 3,3 % auf 4 % im ersten Quartal dieses Jahres gesteigert. Bis 2025 strebt die Marke in Europa, einschließlich der Länder Eurasiens, einen Anteil von 5 % an.
Allein im April dieses Jahres legten die Verkäufe von Citroën laut den von der ACEA veröffentlichten Daten gegenüber dem Vorjahresmonat um 18,5 % zu (EU+EFTA+UK). Der Gesamtmarkt wuchs im selben Zeitraum um 12 %.
Damit verkaufte Citroën im April innerhalb von Stellantis die zweitmeisten Autos: 32 862 Stück. Nur Peugeot lag mit 50 801 Einheiten davor. Citroën übertraf damit auch Dacia, das im vergangenen Monat ebenfalls um 12,6 % zulegte.
Vor diesem Hintergrund plant Citroën, das Angebot der vollelektrischen Versionen von C3 und C3 Aircross auszubauen. Letzterer kommt in Portugal erst diesen Sommer auf den Markt. Bis dahin gibt es einen Überblick über alles, was über das Modell bereits bekannt ist.
Das A-Segment ist kein Ziel
Anders als Hersteller wie Renault oder Volkswagen will Citroën das Segment der Stadtautos, das A-Segment, meiden. Grund dafür sind die damit verbundenen Herausforderungen bei der Rentabilität.
„Ein Stadtauto würde in der Herstellung genauso viel kosten wie ein Kleinwagen des B-Segments, wir müssten es aber günstiger verkaufen.“
Thierry Koskas, CEO von Citroën
Nach der Einführung des elektrischen C3 Aircross umfasst die Modelloffensive der Marke mit dem Doppelwinkel die zweite Generation des C5 Aircross sowie überarbeitete Versionen von C4 und C4X. Darüber hinaus kehren etwa beim Berlingo Benzin- und Dieselmotoren zurück.
Quelle: Automotive News






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