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Stellantis setzt in Europa stark auf FIAT 500 Hybrid und Jeep Compass

Weißer Fiat 500 und grauer Jeep SUV nebeneinander auf Autosalon-Ausstellungsfläche.
In diesem Artikel
  1. FIAT 500 Hybrid und Jeep Compass als Schlüssel
  2. Produktion der Kompaktmodelle
  3. Produktionsaussetzungen
  4. Investitionspläne für Italien und Nordamerika

Auf dem europäischen Markt setzt Stellantis vor allem auf zwei Modelle: den FIAT 500 Hybrid und die neue Generation des Jeep Compass. Beide sollen im kommenden Jahr auf den Markt kommen, wie Konzernchef Antonio Filosa erklärte.

Das vergangene Jahr war für Stellantis besonders schwierig. Erst im dritten Quartal zeigten sich Anzeichen einer Erholung: Die Verkäufe stiegen um 4,5 % auf insgesamt 423.517 Fahrzeuge. Bis September verzeichnete der Konzern dennoch ein Minus von 5,6 % und 1,4 Millionen verkaufte Fahrzeuge, wie aus Daten der ACEA hervorgeht.

Entsprechend ist auch der Marktanteil von Stellantis in Europa gesunken. Seit Jahresbeginn liegt er bei 14,7 %. Zum Vergleich: 2021, im Jahr der Fusion der PSA-Gruppe mit FCA, betrug er noch 20,2 %.

FIAT 500 Hybrid und Jeep Compass als Schlüssel

„Wir haben vor, den Marktanteil zurückzugewinnen, den wir verloren haben“, sagte Filosa. Wie bereits angekündigt, will der Konzern dafür besonders stark auf den FIAT 500 Hybrid und die neue Generation des Jeep Compass setzen.

Die Fertigung des FIAT 500 Hybrid beginnt diesen Monat im Turiner Werk Mirafiori. Bis Jahresende sollen mehr als 5.000 Fahrzeuge gebaut werden; für 2026 liegt das Ziel bei 100.000 Einheiten. An Bord sind ein 1,0-Liter-Dreizylinder vom Typ Firefly mit 70 PS, ein 12-Volt-Mildhybridsystem und ein manuelles Sechsganggetriebe. Dieselbe Kombination kommt derzeit im FIAT Pandina zum Einsatz.

Die Produktion der neuen Jeep-Compass-Generation ist bereits Ende des vergangenen Monats im italienischen Werk Melfi angelaufen. Angeboten wird das Modell mit Hybridantrieben als e-Hybrid mit 145 PS und als Plug-in-Hybrid mit 195 PS sowie in einer rein elektrischen Version mit 375 PS. Beide Modelle sollen im kommenden Jahr auf den europäischen Markt kommen.

Produktion der Kompaktmodelle

Stellantis rechnet zudem damit, die Fertigung von vier Kompaktmodellen zu beschleunigen: Citroën C3 und C3 Aircross, FIAT Grande Panda und Opel Frontera. Zuvor hatte es Verzögerungen wegen der Verfügbarkeit der Hybridgetriebe und anderer Probleme gegeben.

Produktionsaussetzungen

Die Ziele sind ambitioniert. Die geringe Nachfrage auf dem europäischen Markt und wachsende Lagerbestände haben Stellantis jedoch dazu veranlasst, die Produktion in mehreren europäischen Werken auszusetzen, darunter Standorte in Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien.

Auch der Zeitplan für neue Modelle wird überarbeitet. So wurde die Markteinführung der Nachfolger von Alfa Romeo Giulia und Stelvio wegen der langsamen Einführung der Elektromobilität um zwei Jahre verschoben. Ursprünglich waren beide ausschließlich als Elektroautos geplant, inzwischen sollen sie auch Verbrennungsmotoren erhalten.

Investitionspläne für Italien und Nordamerika

Mit dem FIAT 500 Hybrid und dem Jeep Compass setzt Antonio Filosa auch sein Versprechen um, die Produktion in Italien zu stärken. Filosa hatte die Führung von Stellantis im Juni übernommen. Er schränkt allerdings ein, dass künftige Investitionen vorrangig nach Nordamerika fließen sollen, wo das Gewinnpotenzial höher ist. Ein Beispiel dafür ist die kürzlich angekündigte Investition von rund 11 Milliarden Euro in den USA.

Die Pläne für die übrigen Regionen, in denen Stellantis tätig ist, darunter Europa und Südamerika, sollen den Investoren 2026 vorgestellt werden. Auch diese Präsentation wurde vom Jahresbeginn auf das Ende des ersten Halbjahres verschoben. Grund sind die weiterhin bestehenden Unsicherheiten im wirtschaftlichen Umfeld, etwa im Zusammenhang mit Zöllen.

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Markus Höller

Markus Höller ist gelernter Kfz-Technikermeister aus dem Burgenland und beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit moderner Fahrzeugdiagnose, Service und Reparatur. Sein besonderes Interesse gilt der E-Mobilität, der Fahrzeugtechnik im ländlichen Raum sowie praxisnahen Tipps für Autofahrerinnen und Autofahrer im Burgenland.

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