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Abarth und Grande Panda: Rückkehr des Verbrennungsmotors ist möglich

Weißer Abarth Kleinwagen mit roten Akzenten, schwarzer Felgen und sportlichem Design in einer Ausstellungshalle.
In diesem Artikel
  1. Abarth Grande Panda als möglicher Verbrenner
  2. FIAT 500 hat wieder einen Verbrennungsmotor, kommt aber nicht infrage
  3. Was Abarth-Fans am Verbrennungsmotor vermissen

Nachdem Abarth den Verbrennungsmotoren 2024 den Rücken gekehrt hatte, denkt die Marke nun über eine Rückkehr nach. Die vollständige Ausrichtung auf die Elektroautos 500e und 600e erschien zunächst vielversprechend. Die Zahlen zeichnen jedoch ein anderes Bild: 2025 sanken die Verkäufe gegenüber 2024 um 74 %.

Angesichts dieser Ergebnisse und einer schwächeren Nachfrage nach Elektroautos als erwartet prüft die italienische Marke wieder eine Option, die bis vor Kurzem unwahrscheinlich schien: die Rückkehr zu Verbrennungsmotoren.

Abarth Grande Panda als möglicher Verbrenner

Laut Autocar arbeitet Abarth nach Informationen aus Quellen des britischen Magazins bereits daran. Die endgültige Freigabe steht allerdings noch aus. Für das Comeback könnte überraschend weder der 500 noch der 600, sondern der Grande Panda infrage kommen. Mit einem erschwinglicheren Angebot, das höhere Verkaufszahlen ermöglicht, soll die Marke mit dem Skorpion neu belebt werden.

Auf die Frage nach einem möglichen neuen Hochleistungsmodell im Angebot erklärte Gaetano Thorel, Europa-Chef von FIAT und Abarth, lediglich, die Marke werde „das Erbe von Abarth bei einem anderen Modell nutzen“. Weitere Einzelheiten nannte er nicht.

FIAT 500 hat wieder einen Verbrennungsmotor, kommt aber nicht infrage

Zwar ist der FIAT 500 inzwischen wieder mit Verbrennungsmotor erhältlich. Die Verantwortlichen von Abarth hatten jedoch bereits erklärt, dass sich die Entwicklung von Nachfolgern für die 595/695 mit Verbrennungsmotor wirtschaftlich nicht rechnen würde. Den kleinen Einliter-Turbomotor stärker auszureizen, wäre nicht sinnvoll; für ein größeres Aggregat fehlt wiederum der Platz.

Der FIAT 600 wird dagegen bereits mit einem 1,2-Liter-Turbomotor angeboten. Für die angestrebte Leistung reicht dieser jedoch nicht aus: Der 600e leistet bis zu 280 PS, und ein 600 mit Verbrennungsmotor müsste eine ähnliche Leistung erreichen, um vergleichbare Fahrleistungen zu bieten.

Thorel hatte außerdem früher erklärt, ein Abarth 600 mit Benzinmotor würde hohe Emissionen verursachen. Das hätte sowohl für die Marke wegen der Emissionsziele als auch für die Kundschaft wegen der Steuern hohe Kosten zur Folge.

Damit bleibt offen, was von einem möglichen Abarth Grande Panda mit Verbrennungsmotor zu erwarten wäre, sollte er grünes Licht erhalten. Das Modell nutzt die Stellantis-Plattform Smart Car für verschiedene Antriebsarten und ist ebenfalls mit dem 1,2-Liter-Turbomotor des 600 erhältlich. Soll es den Einstieg in die Abarth-Welt bilden, könnte eine Variante mit weniger hohen Leistungsansprüchen zur Diskussion stehen.

Das britische Magazin bringt sogar eine Hybridlösung ins Spiel. Als Anhaltspunkt dient ihm das Konzeptfahrzeug Grande Panda 4×4, das eine elektrifizierte Hinterachse hatte und damit ein günstigeres Verhältnis zwischen Leistung und Emissionen ermöglichen könnte.

Was Abarth-Fans am Verbrennungsmotor vermissen

Eine mögliche Rückkehr der Benzinmotoren zu Abarth wäre auch ein Eingeständnis, dass den Fans zwei Eigenschaften der Markenmodelle fehlen, wie Thorel selbst angemerkt hat: die Möglichkeit, die Autos zu verändern, und der charakteristische Klang der Verbrennungsmotoren. Beides können die vollelektrischen Abarth trotz ihrer Fahrleistungen nicht bieten.

„Wenn man mit einem Abarth-Enthusiasten spricht, merkt man, dass es um mehr als eine Performance-Marke geht: Abarth war immer auch eine Tuning-Marke. Die Menschen, die früher einen Abarth gekauft haben, haben es geliebt, selbst Hand am Motor anzulegen, um ihn zu verbessern – und bei Elektroautos können sie das nicht.“

– Gaetano Thorel, CEO von FIAT und Abarth in Europa

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Markus Höller

Markus Höller ist gelernter Kfz-Technikermeister aus dem Burgenland und beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit moderner Fahrzeugdiagnose, Service und Reparatur. Sein besonderes Interesse gilt der E-Mobilität, der Fahrzeugtechnik im ländlichen Raum sowie praxisnahen Tipps für Autofahrerinnen und Autofahrer im Burgenland.

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