Beim heutigen Investor Day von Stellantis im US-Bundesstaat Michigan stellten die Marken des Konzerns ihre Pläne bis zum Ende des Jahrzehnts vor. Besonders auffällig war dabei der Auftritt von FIAT.
Die italienische Marke übernimmt innerhalb des Konzerns mehr Verantwortung und will bis einschließlich 2030 fünf völlig neue Modelle auf den Markt bringen. Darunter sind zwei Versionen des FIAT Grizzly, des mit Spannung erwarteten „großen Bruders“ des Grande Panda. Auch sein Name geht auf einen Bären zurück und passt zur Größenordnung: Ein Grizzlybär ist deutlich größer als ein Pandabär.
Der FIAT Grizzly ist eine andere Spezies
Das neue SUV tritt unter anderem gegen Dacia Duster, Renault Symbioz und Volkswagen T-Roc an. Technische Grundlage ist die SmartCar-Plattform, auf der neben dem Grande Panda auch die Konzernverwandten Citroën C3 Aircross und Opel Frontera aufbauen.
FIAT-Chef Olivier François betonte mit Blick auf die Verwandtschaft zum Grande Panda: „Der Grizzly teilt dieselbe DNA wie der Grande Panda, ist aber ein anderes Tier.“
Entwickelt wurde der Grizzly François zufolge „für die drei großen Regionen“, in denen FIAT besonders stark vertreten ist: Europa, Lateinamerika und Naher Osten/Afrika. Ziel sei es nicht nur, den Absatz zu steigern, sondern auch die Margen zu verbessern und die Positionierung der Marke zu stärken.
Zwei Karosserieformen für den Grizzly
In der FIAT-Palette soll der Grizzly außerdem indirekt die Lücke schließen, die der Tipo hinterlassen hat. Vorgesehen sind zwei Karosserievarianten: ein klassisches SUV und ein „SUV-Coupé“ mit Fastback-Profil.
Die offizielle Premiere ist für Oktober auf dem Pariser Autosalon geplant. Technische Daten hat FIAT bislang nicht veröffentlicht. Da der Grizzly dieselbe SmartCar-Plattform wie der Grande Panda nutzt, sind jedoch Verbrennerversionen mit Mildhybrid-Technik und zu 100 % elektrische Varianten zu erwarten.
Eine umfassendere FIAT-Offensive
Der Grizzly ist allerdings nur ein Teil der größeren Modelloffensive von FIAT. Die Marke plant auch den Quattrolino, ein neues viersitziges Leichtfahrzeug. Es wird oberhalb des Topolino positioniert und erinnert mit seiner Gestaltung an den 1956 vorgestellten 600 Multipla.
FIAT Pandina als elektrisches Einstiegsmodell
Außerdem bereitet die Turiner Marke den Pandina vor, einen elektrischen Stadtwagen, der vom ursprünglichen Panda aus den 1980er-Jahren inspiriert ist.
Das künftige Elektro-Einstiegsmodell soll rund 15.000 Euro kosten und im italienischen Pomigliano gemeinsam mit dem neuen Citroën 2CV gebaut werden. Es ist Teil des E-Car-Projekts von Stellantis.
Während Citroën bereits deutliche Hinweise auf das Retrodesign seines künftigen Modells gegeben hat, hält FIAT dessen Aussehen noch geheim. Olivier François formulierte dennoch ein ambitioniertes Versprechen: „Es wird nicht nur die Rückkehr einer Ikone sein. Es wird die nächste Ikone sein.“






Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Kommentar hinterlassen