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Mercedes-Benz G580 mit EQ Technologie und Guinness 0.0 auf Irland-Roadtrip

Weißer Mercedes G-Klasse Geländewagen fährt bergab auf grasigem Felsen mit Meer im Hintergrund.
In diesem Artikel
  1. Mit dem Mercedes-Benz G580 mit EQ Technologie nach Irland
  2. Coney Island und Geländefahrt mit dem elektrischen G-Wagen
  3. Inishbofin: Der G580 im rauen Westen Irlands

Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass der G-Wagen als lautloses, batterieelektrisches Zukunftsstatement neu geboren würde? Und wer hätte damals ein Bier darauf gewettet, dass es Guinness ohne Alkohol geben würde? Trotzdem sind wir nun in dieser seltsamen neuen Welt angekommen, in der beides nicht nur möglich ist, sondern womöglich auch Gewinn abwirft.

Da sich die Zeiten bekanntlich ändern, wollte ich beides auf einem Roadtrip ausprobieren.

Der Plan – im denkbar unverbindlichsten Sinn – lautete: Start am St James’s Gate in Dublin, der Heimat des schwarzen Stoffs; eine unangemessen grosse Menge Guinness 0.0 in einen farblich passenden Mercedes-Benz G580 mit EQ Technologie laden, also den elektrischen G-Wagen, und dann die abgelegensten Pubs im Nordwesten der Grünen Insel ansteuern. Zuvor musste ich allerdings erst aus London dorthin kommen – was bereits ein Abenteuer für sich war.

Fotografie: Mark Riccioni

Kaum hatte ich den Parkplatz von Top Gear verlassen, dauerte es nicht einmal 1,6 km, bis ein Bub auf einem klappernden, manipulierten Lime-Rad das Gesicht verzog und fragte: „Yoooo, ist der elektrisch?“ Ich nickte. „Also ... komplett elektrisch?“ Während an der Ampel das leicht peinliche Summen des synthetischen „G Roar“ ertönte, nickte ich nochmals. „Das ist ja verrückt!“ Ich konnte nicht sagen, ob ihn das begeisterte oder enttäuschte. Unrecht hatte er jedenfalls nicht – ein wenig verrückt ist es schon.

Schliesslich wurden Elektroautos als Weg verkauft, die Belastung der Ressourcen unseres Planeten zu senken, wobei Effizienz das vorherrschende Credo ist. Eine zweistöckig aufgebaute 124-kWh-Batterie in einen Leiterrahmen zu packen, sie mit einem 26 mm starken, verwindungssteifen Schutzgehäuse von 58 kg zu ummanteln – damit die Batterieflüssigkeit nicht überall austritt, falls man einen Felsen erwischt – und das Ganze mit einer Karosserie zu versehen, deren Aerodynamik an kommunale Wohnbauten erinnert, führt allerdings zu einem gewaltigen Leergewicht von 3.180 kg. Das sind fast 500 kg mehr als bei den anderen G-Klassen. Verrückt.

Effizient wird das dadurch ebenfalls nicht. Auf dem Weg zur Fähre in Nordwales lag mein Verbrauch bei durchschnittlich 1,5 Meilen pro kWh, weshalb ich ungefähr alle 274 km nachladen musste. An einem Feiertagswochenende. Über das Autobahnnetz. Das bedeutete: langsam, teuer – 100 £ für eine Vollladung – und genau jene Art Erfahrung, die nicht nur die Geduld, sondern auch die Grenzen des menschlichen Geistes prüft. Da ZapMap zudem verriet, dass es in den entlegensten Regionen Irlands nicht allzu viele Ladepunkte gibt, war Reichweitenangst absolut berechtigt.

Mit dem Mercedes-Benz G580 mit EQ Technologie nach Irland

Nach einer schnellen, ruhigen und sonnigen Überfahrt erreichen Fotograf Mark Riccioni und ich Dublin und fahren direkt zum berühmten schwarzen Tor, an dem Arthur Guinness 1759 einen für Dragons’ Den würdigen Pachtvertrag über 9.000 Jahre unterschrieb. Hier, während Touristinnen und Touristen rund um das Auto kriechen, um Fotos zu machen, wird die wunderbare gestalterische Dualität des G sichtbar. Er funktioniert einfach überall: auf diesen Kopfsteinpflasterstrassen, auf denen Hufe und Fuhrwerke vorbeiklackern, ebenso wie tief im Darién Gap ... sofern es ein Ladenetz gibt, das einen dorthin bringt.

Dieser G ist jedoch dezent sanfter als bisher, denn – bitte nicht lachen – Mercedes hat die Aerodynamik berücksichtigt. Wirklich. Die Kanten wurden geglättet, die Motorhaube angehoben, rund um die A-Säule sitzen kleine Spoiler, und im hinteren Radhaus findet sich ein neuer Schlitz, der den Luftstrom beruhigen soll. Ausserdem trägt er einen niedlichen kleinen Rucksack wie Dora the Explorer. Ein Reserverad steckt nicht darin, sondern lediglich Stauraum für das Ladekabel. Oder, in unserem Fall, acht Dosen Guinness 0.0. Richtig: kein Reserverad bei einem Auto mit mehr als drei Tonnen Gewicht, das gleich ins Gelände soll. Reifenpannenangst, triff Reichweitenangst auf der stetig länger werdenden Liste automobilen Neurosen.

Zum Auftakt unserer Reise genehmige ich mir ein Pint des alkoholfreien schwarzen Stoffs. Dank eines Tricks mit Kaltfiltration schmeckt er fast, aber eben nicht ganz, wie echtes Guinness. Der eigentliche Gewinn ist allerdings: Da eine reife Banane mehr Alkohol enthält, kann ich trinken und fahren und gleichzeitig herausfinden, ob dieser neue Geländewagen weiterhin ein echter Geländewagen ist. Genial. Unterwegs werde ich also legal, grosszügig und wiederholt Pints trinken – an jedem Aussichtspunkt, jeder Ladesäule und in jedem Pub, an dem wir vorbeikommen.

Wir fahren westwärts in das blassgoldene Licht des späten Nachmittags. Im entspannten Reisetempo werden die Vorzüge des elektrischen Antriebs sofort deutlich: Ruhe und Geschmeidigkeit. Zu hören sind nur der Wind, der an den Aussenspiegeln zerrt, und Fliegen, die an der aufrecht stehenden Briefkastenscheibe zerplatzen. Der Innenraum ist selbstverständlich luxuriös und weit entfernt von den Militärfahrzeugen, mit denen alles begann. Kühl blau durchzogene Kohlefaser, kaleidoskopische Ambientebeleuchtung, zwei 12,3-Zoll-Bildschirme sowie haptische Tasten, die fummelig und gelegentlich unwillig sind: Das wirkt eindeutig mehr Beverly Hills als Bundeswehr, ist aber ausgesprochen komfortabel. Zu komfortabel. Nach einem kurzen Strom-Nachschlag – und einem 0.0-Pint im Sean’s Bar, dem ältesten Pub Irlands – geht es deshalb ins Gelände.

Ben Bulben ragt in den Dartry Mountains über der Atlantikküste auf: ein spektakulärer, muschelähnlicher Berg, topografisch einzigartig und buchstäblich mit Poesie im Boden. Yeats liegt hier begraben. Auf den von Mooren gesäumten Wegen kann ich aber erstmals ein paar Knöpfe drücken und endlich die Offroad-Modi des G ausprobieren.

Wer das „Offroad-Cockpit“ aufruft, erhält sämtliche wichtigen Informationen: Reifendruck, Neigung, Kompass, Drehmoment an den Rädern sowie eine kamerabasierte „transparente“ Motorhaube, die auf dem TFT-Bildschirm zeigt, über welche Steine man gleich schrammt. Geländetauglicher Tempomat? Gibt es ebenfalls. Als ich den G580 auf tiefe Spurrillen und schlammige Wege richte, knackt er gedanklich mit den Knöcheln und aktiviert seine vier Elektromotoren.

Jeder Motor sitzt knapp innerhalb eines Rads und liefert 145 PS, zusammen also 579 PS, bei einem Gesamtdrehmoment von 858 lb ft. Sofort. Und mit millimetergenauer Präzision. Das bedeutet Traktion. Sehr viel davon. Überall. Sogar mit gewöhnlichen Strassenreifen.

Noch besser: Jeder Motor arbeitet über ein eigenes Untersetzungsgetriebe und besitzt zusätzlich eine Geländeuntersetzung, was langsames Kriechen erleichtert. Mit all dieser Technik kann ich den Stern beinahe direkt auf den Berggipfel richten und Mercedes die Arbeit überlassen, während Torque Vectoring die Leistung nach Belieben verteilt und Differenzialsperren nachbildet.

Wir klettern hinauf, überqueren den Kamm und schauen auf Sligo, die Heimat von drei Fünfteln von Westlife. Ich muss lachen, weil alles derart mühelos war. Dann entdecke ich jedoch in der Ferne unser erstes grosses Ziel: Coney Island, etwa 4,8 km über das Wasser entfernt. Nein, nicht jenes Coney Island.

„Wie der G das Gelände bewältigt, ist komisch – er zuckt einfach mit den Schultern und fährt weiter“

Coney Island und Geländefahrt mit dem elektrischen G-Wagen

Wir stehen früh auf – weil wir es müssen. Um zum Pub zu gelangen, müssen die beängstigenden und verheerend gefährlichen Strömungen der Bucht von Sligo nachlassen. Sobald das geschieht, wird ein Damm sichtbar, der von 14 Steinsäulen markiert wird, und wir können Coney Island erreichen.

Weil ich nicht überrascht werden möchte und die Wattiefe 850 mm beträgt, beschliesse ich, früh hinüberzufahren. Vielleicht zu früh, denn der G klatscht mit dem Bauch ins Salzwasser, während sich Flutwellen über die Motorhaube ergiessen. Auf der anderen Seite wartet Marie McGowan, die letzte dauerhafte Bewohnerin der Insel und zugleich Wirtin ihres einzigen Pubs, MJ Ward’s.

„Ich kann nicht glauben, dass ihr es geschafft habt“, sagt sie mit einem herzlichen Lächeln. Bei einem morgendlichen Pint 0.0 setzen wir uns zusammen und plaudern. Das Getränk ist in 1.700 Pubs in Irland erhältlich und wurde landesweit mit offenen Armen aufgenommen. Anders als Elektroautos wird alkoholfreies Stout bislang nicht gefördert – trotzdem stiegen die Verkäufe im Jahresvergleich um fast 50 Prozent. Man stelle sich vor, Elektroautos würden sich in diesem Tempo durchsetzen.

Da wir noch Ziele vor uns haben, verabschieden wir uns, indem wir die social-media-tauglichen Partytricks des G-Wagen vorführen. Etwa G-Steer: Damit kann das Auto innerhalb seines eigenen Radstands drehen, angeblich für technisch enge „Oh Gott, da kommen wir nicht rüber“-Situationen im Gelände. Ich – und vermutlich auch Sie – würde angesichts der schockierenden Geschwindigkeit, mit der man herumgewirbelt wird, lieber zurücksetzen.

Was jedoch wirklich Publikum anzieht, ist G-Turn. Dabei bremst das System das innere Hinterrad ab, während es das äussere antreibt und so eine wilde Drehung um den eigenen Punkt erzeugt. Auf weichem Sand fühlt es sich an wie eine über das Lenkrad betätigte Handbremse. Je stärker man einlenkt, desto enger wird der Kreis. Es funktioniert auch als Drift-Hebel, bringt das Auto zum Übersteuern und macht mit sofortigem Drehmoment, knapp 600 PS und 0–100 km/h in 4,7 Sekunden richtig Spass.

Zurück auf dem Festland folgen wir dem Wild Atlantic Way, vorbei an heiligen Quellen, zerfallenden Abteien und Pubs, deren Teppiche sich seit der Erfindung des Penicillins nicht verändert zu haben scheinen.

Da unser nächster Halt Carrowteige ist, versuchen wir unterwegs schnellzuladen. Ohne Erfolg. An der Säule zieht bereits ein Dacia Spring Strom, also bleibt mir nur das Nachladen mit 7 kW. Bei einer Batterie von der Grösse jener im G ist das, als würde man ein Schwimmbecken mit einer Pipette füllen.

Ohne Zeit zum Warten, mit etwas rudimentärer Männer-Mathematik und einem sturen Glauben an den Eco-Modus beschliessen wir, zu beten und weiterzufahren: vorbei an Torfmooren und zerzausten Schafen in Richtung Connolly’s Pub im County Mayo. Das Lokal liegt am Rand einer steilen Klippe und blickt auf die Broadhaven Bay, wo Land und Meer in atemberaubenden Grün-, Blau- und Granittönen ineinanderfliessen. Noch ein Pint. Dieses wird mit Boxty serviert, teuflisch verführerischen Kartoffelpuffern. Dazu gibt es noch warme Scones, gebacken von Lorraine Connolly und ihrer Schwester, der jüngsten Generation einer Familie, die das Pub durch Stürme, Rezessionen und Generationen durchnässter Fischer mit Bedarf an heissem Tee und kaltem Guinness geführt hat.

Die Landschaft ist überwältigend und für Augen wie Gehirn kaum vollständig zu erfassen. Erst recht, weil die Sonne scheint, was hier seltener vorkommt als eine Sonnenfinsternis. Dennoch müssen wir weiter und fahren südwärts über schnelle, fliessende Strassen, auf denen der heffalumpartige Charakter des G immer deutlicher wird.

Mit Schraubenfedern und adaptiven Dämpfern kann der G580 die Bürde seines Eigengewichts bei zügiger Fahrt nie ganz abschütteln. Er nickt und wippt, manchmal verliert er sich im eigenen Einfeder- und Ausfederweg. Also wähle ich den Sport-Modus: Er strafft alles durch kürzere Federwege, beeinträchtigt aber den Komfort. Besonders beim Bremsen wird die Masse deutlich. Glücklicherweise erlauben Schaltwippen am Lenkrad, die Rekuperation der Motoren zu erhöhen oder zu verringern, was die Bremsen entlastet. Schnell ist er zweifellos. Richtig schnell. Doch das Tempo hat seinen Preis: Die Bremsen beginnen nachzulassen und die Reichweite fällt rapide. Also halten wir erneut an. In Westport. Wieder ein Pint. Zeit zu verlieren ist aber nicht schlimm, denn so wird die untergehende Sonne goldenes Licht werfen, wenn wir die Berge überqueren und nach Connemara rollen.

Connemara bietet nicht bloss Landschaft, sondern Stimmungen, Temperamente und Szenen. Die Region ist zugänglich und beinahe schamlos vielfältig: Ein Abschnitt erinnert an die Highlands, der nächste an Kanada, dann folgt die Topografie des Lake District mit einer Prise Skandinavien.

Ich halte an. Und trinke noch ein Pint. Langsam, während ich den Augenblick in mich aufnehme und auf das epische Panorama blicke. Dieser erfrischende Atemzug nach einem grossartigen Tag – dafür sind Leben und Abenteuer da. Zumal ich weiss, dass an unserem Endziel eine Ladesäule wartet.

Am Connemara Bay Hotel stranden wir praktisch am Strand. Von aussen sieht es nicht nach viel aus, innen ist es jedoch voller Wärme und Wunder: mit einem Ausblick wie aus einer Turner-Skizze und so frischen Meeresfrüchten, wie man sie sich nur wünschen kann. Dazu kommen 22 kWh Ladeleistung. Das Beste steht allerdings noch bevor.

Inishbofin: Der G580 im rauen Westen Irlands

Am folgenden Morgen beobachten wir den Sonnenaufgang an einer Slipanlage im idyllischen Fischerdorf Cleggan und fahren den G auf eine Fähre mit offenem Schlund. Es ist der Beginn meines surrealsten Arbeitswegs überhaupt. Nur eine weisse vierrädrige Box und eine Handvoll Schafe segeln nach Inishbofin, einem rauen Juwel aus Geschichte und Wildnis, auf dem sich das westlichste Pub vor Europas Küste befindet.

„Er wird von seinem Gewicht belastet und steht stets im Schatten einer Elektro-Infrastruktur, die meistens zu viel verspricht und zu wenig liefert“

Als wir an Cromwell’s Barracks vorbeikommen, einer verwitterten Festung, die ins Meer zerbröckelt, fühlt es sich an, als betrete man ein Bonuslevel in einem Videospiel. Das Meer ist blau wie auf den Seychellen, der Sand weiss wie Mehl ... und die Inselstrassen verschwinden fast sofort. Genau dafür wurde der G gebaut: für Entdeckungen abseits befestigter Wege.

Dank der hohen Sitzposition, der Blinker auf den Kotflügeln, des kurzen Radstands und der senkrechten Flanken lässt er sich überraschend leicht platzieren – sogar auf zerfurchten Pfaden, die kaum als Wege existieren. Wie der G das Gelände bewältigt, ist komisch: Er zuckt einfach mit den Schultern und fährt weiter. Ich beobachte französische Wanderer, die ihre mit Flapjacks beladenen Rucksäcke mit Stöcken und Wanderschuhen steile Hügel hinaufschleppen, während ich in lederausgekleideter elektrischer Stille an ihnen vorbeigleite. Ich biete ihnen ein paar Dosen des alkoholfreien Stoffs an. Ein Friedensangebot, das dankbar angenommen wird.

Die Fähigkeiten der Motoren des G beeindrucken mich unablässig. Ausserdem lerne ich, dass er seitlich bis zu 35° hängen kann. Die Verschränkung ist ebenfalls erstaunlich, als wir einen Graben queren: Ein Rad verschwindet eng im Radhaus, während das andere bei voller Ausfederung in der Luft hängt. In Momenten wie diesem ist es seltsam, weil der G etwas zutiefst Mechanisches tut und doch vollständig digital ist. Das Gehirn wird dazu verleitet, ihn für analog zu halten, obwohl er es nicht ist. Während die meisten Elektroautos Geräte ohne Seele sind, besitzt der elektrische G weiterhin Zweck und Charakter. Jetzt ist er dabei eben auch klug. Seine Technik hebt das hervor, was er ohnehin schon beherrscht. Eigenheiten bleiben dennoch. Ich verstehe zum Beispiel nicht, wie Katy Perry vor dem G ins All fliegen konnte, bevor dieser Soft-Close-Türen bekam.

Wir erreichen Murray’s Doonmore Hotel and Bar, wo die glasigen blauen Untiefen in das unergründliche Marineblau des Atlantiks übergehen. Dahinter: nichts ausser Kabeljau, Nebel und Neufundland. Das ist Irland auf voller Lautstärke, kompromisslos und bereit, alles zu zeigen, was es hat. Deshalb denke ich über ein richtiges Guinness mit Alkohol nach, um die Reise zu markieren, nachzusinnen und einige Parallelen zu ziehen.

Guinness 0.0 ist nämlich clever. Innovativ, ja. Aber besser? Nein. Es ist wie das Auto, das mich hierhergebracht hat: der G580 mit EQ Technologie. Er kann einige Dinge, die seine Verbrenner-Geschwister nicht können – doch er wird von seinem Gewicht belastet und steht stets im Schatten einer Elektro-Infrastruktur, die meistens zu viel verspricht und zu wenig liefert.

Guinness 0.0 wird genauso gebraut wie das Original. Beim G ist es ähnlich. Trotzdem schmecken und fühlen sich beide nicht ganz gleich an, sie treffen nicht exakt denselben Punkt. Sie sind kein Ersatz, sondern Ergänzungen. Beide sind in der Herstellung teurer als das Original – der G kostet 180.000 £ –, doch es gibt einen Markt dafür. Es ist unbestreitbar eine Leistung, dass Mercedes die Entwicklung des Geländewagen von einer Kriegsmaschine erkannt und ihn für Frieden und Fortschritt neu genutzt hat. Er bringt einen leiser und effektiver als je zuvor an Orte. Aber nur, wenn in der Nähe ein Stecker vorhanden ist. Wer also einen echten Abenteuerwagen fürs Gelände möchte, braucht leider weiterhin eine Zapfpistole und eine Pumpe. Und am Ende des Tages ein richtiges Pint. Prost darauf.

Danke an Tourism Ireland – für mehr Inspiration und zur Planung Ihrer eigenen Reise besuchen Sie Ireland.com

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Markus Höller

Markus Höller ist gelernter Kfz-Technikermeister aus dem Burgenland und beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit moderner Fahrzeugdiagnose, Service und Reparatur. Sein besonderes Interesse gilt der E-Mobilität, der Fahrzeugtechnik im ländlichen Raum sowie praxisnahen Tipps für Autofahrerinnen und Autofahrer im Burgenland.

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