Trotz der zahlreichen Neuheiten, die Audi in diesem Jahr vorgestellt hat, durchlebt die Marke weiterhin eine schwierige Phase: Die Verkäufe gehen zurück, die Gewinne sinken und die operativen Margen werden kleiner.
Aufgeben ist dennoch keine Option. Bei der Präsentation der Ergebnisse für das dritte Quartal 2025 gab die Marke aus Ingolstadt einen Ausblick auf ihre Pläne für 2026. Dazu gehören drei besonders wichtige Neuheiten, deren Erfolg entscheidend ist.
Geplant sind eine neue Generation des Audi Q7, der erstmals angekündigte und nun endlich bestätigte Q9 sowie ein neues elektrisches Einstiegsmodell, das noch keinen Namen trägt. Die Serienversion des Concept C, einer Studie als Ausblick auf einen künftigen elektrischen Sportwagen der Marke, kommt erst 2027.
Wird er Audi A2 heißen?
Audi zählt zu den wenigen Marken des Volkswagen-Konzerns, die noch kein elektrisches Kompaktmodell anbieten. Das soll sich mit dem künftigen Elektro-Einstiegsmodell der Marke mit den vier Ringen ändern, das möglicherweise als Audi A2 auf den Markt kommt. Wir haben es bereits bei Testfahrten „erwischt“.
Noch sind die Informationen spärlich. Vieles deutet aber darauf hin, dass der Wagen auf dem bekannten MEB aufbauen wird, den etwa der Volkswagen ID.3, der Audi Q4 e-tron und der Škoda Elroq nutzen. Mit den Akkus größerer Kapazität – beim ID.3 beispielsweise 79 kWh netto – könnte die Reichweite Schätzungen zufolge an die 600 km heranreichen.
Verbrennungsmotoren bleiben bei Audi im Programm
Die Zukunft von Audi besteht nicht ausschließlich aus Elektroautos: Für 2026 plant die Marke zwei große SUV, die weiterhin Verbrennungsmotoren einsetzen. Wie andere Hersteller ist auch Audi von seinem ursprünglichen Vorhaben abgerückt, bis 2033 vollständig elektrisch zu werden.
Den Anfang macht eine neue Generation des Audi Q7, dessen aktuelle Ausführung bereits seit einem Jahrzehnt auf dem Markt ist. Darauf folgt der nochmals größere, neue Q9. Beide sollen die Premium Platform Combustion (PPC) nutzen und dürften sich damit auch Antriebe teilen.
Welche Motorisierungen letztlich angeboten werden, ist noch nicht bestätigt. Einige davon dürften jedoch auch im bereits erhältlichen A6 mit Verbrennungsmotor zum Einsatz kommen. Dazu zählen die Plug-in-Hybride mit einem 2,0-Liter-Basismotor und 299 PS beziehungsweise 367 PS sowie 48-V-Mildhybride.
Zu Letzteren dürfte weiterhin ein Dieselmotor gehören. Obwohl er als „vom Aussterben bedroht“ gilt, ist der Diesel in diesen Segmenten auf dem europäischen Markt nach wie vor relevant. Bei den Benzinern dürfte die Wahl erneut auf einen 3,0-Liter-V6-Turbo fallen. Darüber werden leistungsstärkere Versionen erwartet – SQ7 und SQ9 –, die einen Plug-in-Hybridantrieb mit einem V8-Biturbo nutzen könnten.
Audi RS geht 2026 in die Offensive
Die Audi-Neuheiten für 2026 beschränken sich nicht auf neue Modelle. Die Marke bereitet auch weitere RS-Versionen vor, von denen wir bereits einige Prototypen „erwischt“ haben. Darunter waren die künftigen RS 5 und RS 6.
Bei beiden Modellen machen die Emissionsziele den Einsatz von Plug-in-Hybridsystemen erforderlich. Auf ihre Biturbo-Motoren müssen sie deshalb aber nicht verzichten: Der RS 5 soll einen V6 erhalten, der RS 6 einen V8.
Von den geplanten RS-Modellen hat Audi offenbar den elektrischen RS 6 aufgegeben. Er sollte auf dem A6 e-tron basieren, den wir bereits getestet haben. Entdecken Sie die Gründe für diese Entscheidung:






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