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Renault Filante: Das neue SUV kommt nicht nach Europa

Blauer Renault Filante Elektro-Sportwagen auf drehbarer Ausstellungsplattform in hellem Raum
In diesem Artikel
  1. Renault Filante im E-Segment
  2. Bekannte technische Basis
  3. Kein Marktstart in Europa

Renault hat soeben den Filante vorgestellt. Der Modellname ist allerdings nicht ganz neu: Schon ein radikaler Elektroprototyp, der Effizienzrekorde aufstellen sollte, trug diese Bezeichnung.

Der nun präsentierte Filante verfolgt einen völlig anderen Ansatz. Statt eines futuristischen Elektro-Konzeptfahrzeugs handelt es sich um ein SUV des E-Segments, das zum neuen Aushängeschild von Renault werden soll – allerdings nicht in Europa. Im Mittelpunkt steht der südkoreanische Markt, wo das Modell auch gebaut wird.

Laut Renault nimmt der Filante eine Schlüsselrolle im internationalen „Game Plan 2027“ ein. Mit dieser Strategie will die Marke ihre Präsenz in wichtigen Märkten wie Asien und dem Nahen Osten ausbauen.

Renault Filante im E-Segment

Dass eine Volumenmarke in einem so hoch angesiedelten Segment wie dem E-Segment antritt, kommt nicht häufig vor. Üblicherweise verbinden wir diese Klasse mit Premiummodellen wie dem Audi Q7, dem Volvo XC90 oder dem BMW X5. Hier gibt es dafür jedoch einen einfachen Grund.

In Südkorea entfallen 51,6 % des Marktes auf das D-Segment mit mittelgroßen Familien- und Geschäftsfahrzeugen sowie das E-Segment mit großen Familien- und Geschäftsfahrzeugen. Das steht in deutlichem Gegensatz zu Europa, wo sich Fahrzeuge des B-Segments, also Kleinwagen, und des C-Segments, also kompakte Familienautos, am besten verkaufen.

Das E-Segment allein hält in Südkorea einen Marktanteil von 26,2 %; SUV machen davon rund 16 % aus.

Mit dem Vorstoß kann der französische Hersteller nicht nur die Nachfrage vor Ort bedienen. Er will damit auch den durchschnittlichen Wert pro verkauftem Fahrzeug erhöhen – eines der zentralen Ziele seiner internationalen Strategie.

Bekannte technische Basis

Trotz eigenständigem Auftritt und ambitionierter Positionierung ist der Renault Filante keine vollständige Neuentwicklung. Unter seiner Karosserie steckt die CMA-Plattform von Geely, die auch dem Volvo XC40 und dem Polestar 2 als Basis dient.

Auf derselben Plattform baut bereits der Grand Koleos auf, den Renault seit 2024 in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Konzern in Südkorea verkauft. Von ihm übernimmt der Filante auch den Hybridantrieb: Ein 1,5-Liter-Turbomotor arbeitet mit zwei Elektromotoren mit 100 kW (136 PS) beziehungsweise 60 kW (82 PS) zusammen. Sie werden von einer Batterie mit 1,64 kWh versorgt; die Gesamtleistung beträgt 250 PS.

Kein Marktstart in Europa

Mit einer Länge von fast fünf Metern ist der Renault Filante größer und höher positioniert als jedes Modell, das die Marke derzeit in Europa anbietet.

Konkret misst er 4,915 m und übertrifft damit den Renault Espace um 17,4 cm. Seine Breite von 1,89 m bedeutet ein Plus von 4,7 cm, während er mit 1,635 m um 5 mm niedriger ausfällt. Der Radstand ist mit 2,82 m um 8,2 cm länger.

Der Marktstart des Filante beginnt im März 2026 in Südkorea. Später folgen einige südamerikanische Märkte und 2027 die Länder des Nahen Ostens. Europa ist zumindest vorerst nicht vorgesehen.

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Markus Höller

Markus Höller ist gelernter Kfz-Technikermeister aus dem Burgenland und beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit moderner Fahrzeugdiagnose, Service und Reparatur. Sein besonderes Interesse gilt der E-Mobilität, der Fahrzeugtechnik im ländlichen Raum sowie praxisnahen Tipps für Autofahrerinnen und Autofahrer im Burgenland.

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