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Kraftstoff sparen: Tipps zur Senkung des Verbrauchs

Weißes Elektroauto mit modernem Design steht in der Halle vor zwei Ladestationen zum Aufladen.
In diesem Artikel
  1. Kraftstoff sparen, bevor es losgeht
  2. Sanft beschleunigen, weniger verbrauchen
  3. Den optimalen Drehzahlbereich nutzen
  4. Mit Planung Kraftstoff sparen
  5. Vorsicht bei der Klimatisierung
  6. Beim Tanken genau hinschauen

Kraftstoff sparen ist derzeit aktueller denn je. Die Spritpreise waren noch nie so hoch wie jetzt, und die «Preisspirale» dürfte sich weiterdrehen – das Volltanken wird damit immer kostspieliger.

Auf den Preis von Benzin und Diesel haben wir keinen Einfluss. Umso wichtiger ist es, den Kraftstoff im Tank des eigenen Autos möglichst effizient zu nutzen.

Deshalb haben wir einige Tipps zusammengestellt, die helfen sollen, den Verbrauch und damit die Kraftstoffrechnung zu senken.

Kraftstoff sparen, bevor es losgeht

Schon vor der Abfahrt lässt sich Kraftstoff sparen.

Zuerst sollte der Reifendruck kontrolliert werden. Fährt man mit einem niedrigeren Luftdruck als vom Hersteller vorgesehen, erhöht sich die Reibung zwischen Reifen und Fahrbahn.

Dadurch benötigt das Fahrzeug mehr Energie, um dieselbe Strecke zurückzulegen, was wiederum den Verbrauch steigen lässt.

Ein weiterer Tipp lautet, das Fahrzeuggewicht zu reduzieren. Natürlich ist damit nicht gemeint, die Rücksitze auszubauen, nur weil sie selten verwendet werden.

Oft fährt jedoch unnötiger «Ballast» im Auto mit: Ein Blick in den Kofferraum lohnt sich. Müssen wirklich alle dort verstauten Gegenstände mitfahren, oder können manche zu Hause beziehungsweise in der Garage bleiben?

Je weniger Kilogramm das Auto transportieren muss, desto weniger Kraft braucht der Motor, um die Massenträgheit zu überwinden. Das wirkt sich positiv auf den Verbrauch aus.

Ebenso entscheidend ist die Wartung des Fahrzeugs. Auch wenn die Kosten für ein Service wie «Geld für Kraftstoff» erscheinen mögen: Ein technisch einwandfreies Auto fährt zugleich wirtschaftlicher.

Lassen Sie die Spur einstellen, reinigen Sie den Luftfilter, prüfen Sie die Zündkerzen bei Benzinmotoren sowie die Glühkerzen bei Dieselmotoren und wechseln Sie das Motoröl entsprechend den Herstellervorgaben und empfohlenen Intervallen. All das hilft, Kraftstoff zu sparen.

Nutzen Sie abschließend das Start-Stopp-System und legen Sie die oft unbegründete Sorge ab, es könnte dem Auto schaden. Das in den meisten modernen Fahrzeugen vorhandene System senkt den Verbrauch im Stadtverkehr tatsächlich, indem es den Motor beim Halt an einer Ampel oder im Stau abstellt.

Sanft beschleunigen, weniger verbrauchen

Autos verbrauchen natürlich nicht im Stand am meisten. Der entscheidende Punkt beim Kraftstoffsparen ist eine effiziente Fahrweise, bei der jeder Tropfen möglichst sinnvoll eingesetzt wird. Dabei helfen einige Grundregeln.

Beginnen Sie mit sanftem Beschleunigen. Egal, ob beim Anfahren oder während der Fahrt: Um eine bestimmte Geschwindigkeit zu erreichen, muss das Gaspedal nicht «durchgetreten» werden. Gleichmäßiges und behutsames Beschleunigen senkt den Verbrauch – und schont das Budget.

Auch eine niedrigere Geschwindigkeit wirkt sich direkt auf den Verbrauch aus, was naheliegend ist. Das heißt aber nicht, auf der Straße im «Schneckentempo» zu fahren, denn das kann sogar kontraproduktiv sein.

Wer auf einer Freilandstrecke, die üblicherweise mit 90 km/h gefahren wird, auf 80 km/h reduziert, spart bereits. Dasselbe gilt auf der Autobahn: Statt etwas schneller als das erlaubte Tempo zu fahren, lohnt es sich, etwas darunter zu bleiben, weil dadurch der Luftwiderstand sinkt.

Falls das Fahrzeug über einen Tempomaten verfügt, kann dieser beim Kraftstoffsparen ebenfalls eine wichtige Hilfe sein, da er die Fahrgeschwindigkeit konstant hält.

Genauso wichtig ist es, den Verkehr «vorauszusehen». Denn gerade das ständige Beschleunigen und Bremsen lässt den Verbrauch besonders stark ansteigen.

Wer Straße und Verkehr richtig einschätzt – etwa bei der Annäherung an Ampeln – und dadurch das Tempo möglichst gleichmäßig halten kann, muss Gas- und Bremspedal seltener betätigen. Das trägt zu einem niedrigeren Verbrauch bei.

Den optimalen Drehzahlbereich nutzen

Zuletzt gilt es, den Motor im idealen Drehzahlbereich zu halten und bei Handschaltgetrieben den passenden Gang einzulegen. Im Kampf gegen einen hohen Verbrauch sind Getriebe und Drehzahlmesser schließlich die wichtigsten Verbündeten.

Bei Benzinern liegt der optimale Bereich zwischen 2500 rpm und 3000 rpm – bei aufgeladenen Benzinmotoren etwas darunter. Bei Dieselmotoren befindet er sich zwischen 2000 rpm und 2500 rpm.

In diesem Drehzahlfenster ist das Verhältnis zwischen mechanischem Wirkungsgrad und Verbrauch besonders günstig für einen sparsamen Betrieb.

Mit Planung Kraftstoff sparen

Kraftstoff lässt sich auch sparen, indem Fahrten frühzeitig geplant werden. So können Strecken mit stärkerem Verkehrsaufkommen, vielen Ampeln oder größeren Steigungen vermieden werden – also Straßen, auf denen der Verbrauch besonders leidet.

Auch sehr kurze Fahrten sollten möglichst vermieden werden. Dabei erreichen Motor und Katalysator nicht ihre ideale Betriebstemperatur, wodurch der Verbrauch deutlich ansteigt.

Darüber hinaus sind Kurzstrecken für die Mechanik und den Katalysator wenig vorteilhaft. Wird der Motor nicht ausreichend warm, ist seine Schmierung unzureichend, da auch das Öl Zeit zum Erwärmen braucht. Das fördert stärkeren Verschleiß und kann einen vorzeitigen Austausch des Katalysators nach sich ziehen.

Vorsicht bei der Klimatisierung

Die Klimaanlage sorgt zwar für angenehme Fahrten, beeinflusst aber auch den Verbrauch. Ihr Einfluss ist heute zwar deutlich geringer als bei älteren Autos, dennoch bleibt er vorhanden, wie der Bordcomputer einiger Modelle zeigt.

Bei höheren Geschwindigkeiten ist sie dennoch die bessere Wahl als das Fahren mit geöffneten Fenstern. Denn bei hohem Tempo erhöht das Öffnen der Fenster den Luftwiderstand, was sich unmittelbar negativ auf den Verbrauch auswirkt.

Beim Tanken genau hinschauen

Selbst wenn eine deutlich effizientere Fahrweise hilft, viel Kraftstoff zu sparen, muss das Fahrzeug irgendwann wieder betankt werden. Doch auch dabei lässt sich sparen.

Wer Standardkraftstoffe statt additivierter Kraftstoffe wählt, senkt die Kraftstoffrechnung. Außerdem bieten sich günstige Tankstellen an, ebenso wie die zahlreichen Karten und Apps, mit denen beim Tanken Rabatte erhältlich sind.

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Markus Höller

Markus Höller ist gelernter Kfz-Technikermeister aus dem Burgenland und beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit moderner Fahrzeugdiagnose, Service und Reparatur. Sein besonderes Interesse gilt der E-Mobilität, der Fahrzeugtechnik im ländlichen Raum sowie praxisnahen Tipps für Autofahrerinnen und Autofahrer im Burgenland.

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