Der neue Opel Corsa gilt in der neuen Ära unter dem Dach der PSA-Gruppe als entscheidendes Modell für den Erfolg von Opel/Vauxhall. Gegenüber seinen Vorgängern soll der deutsche Kleinwagen einen grundlegenden Umbruch markieren: Neue Plattform, neue Motoren und neue Hardware zählen nur zu einigen der Neuerungen.
Dank der Ressourcen eines Konzerns mit Marken wie Peugeot, Citroën und DS schreitet die Entwicklung des neuen Corsa zügig voran. Alles deutet darauf hin, dass das Modell in einem regelrechten Wettlauf gegen die Zeit bereits nach zwei Jahren vorgestellt werden könnte.
1. Die Plattform
Dieses Vorhaben wird zusätzlich dadurch beschleunigt, dass der aktuelle Opel Corsa noch auf einer Plattform von General Motors basiert. Gemäß den Bedingungen beim Verkauf von Opel an PSA müsste die neue Eigentümerin der Marke aus Rüsselsheim dem US-Autobauer für jede verwendete Plattform einen vorab festgelegten Betrag zahlen.
Auch Carlos Tavares, CEO des französischen Konzerns, will Opel bereits 2020 wieder in die Gewinnzone führen. Daher steht fest, dass der neue Corsa nicht länger die bisherige Basis nutzen wird. Stattdessen setzt er auf die PSA-Plattform EMP1 beziehungsweise CMP (Common Modular Platform) – eine Architektur mit Frontmotor und Frontantrieb, die zunächst im DS 3 Crossback sowie im kommenden Peugeot 208 debütieren soll.
2. Die Motoren
Auch bei den Antrieben dürften Opel Corsa und Peugeot 208 auf denselben aufgeladenen 1,2-Liter-Dreizylinder in unterschiedlichen Leistungsstufen zurückgreifen. Ergänzend dazu werden mit Sicherheit weitere Motorisierungen angeboten.
Als ebenfalls bestätigt gelten Gerüchte, wonach der deutsche Kleinwagen erstmals auch als Elektroversion erhältlich sein wird. Diese Variante soll eCorsa heißen. Gemeinsam mit dem „Cousin“ Peugeot 208, der voraussichtlich ebenfalls diese Technik erhält, wäre er damit eines der ersten Modelle seines Segments mit einem emissionsfreien Antrieb.
Für den eCorsa wird zudem eine Reichweite von rund 400 km erwartet. Damit läge er auf dem Niveau von Referenzmodellen wie dem Renault Zoe oder dem Nissan Leaf.
3. Die Abmessungen
Trotz neuer Plattform und neuer Motoren dürfte sich der neue Corsa bei den Abmessungen nicht wesentlich von der aktuellen Generation unterscheiden.
Damit führt Opel eine Strategie fort, die bereits bei der Einführung des derzeitigen Modells verfolgt wurde: Seine Maße entsprachen weitgehend jenen des Vorgängers. Dieses Konzept soll nun auch bei der für 2019 vorgesehenen sechsten Generation des Kleinwagens erneut umgesetzt werden.
4. Das Design
Bei der Gestaltung des kommenden Corsa verabschiedet sich Opel von der Designsprache des aktuellen Modells. Stattdessen übernimmt der Kleinwagen die kürzlich für das neue Konzeptfahrzeug Opel GT X Experimental angekündigte Formensprache.
Nach den jüngsten Informationen könnte der Corsa sogar das erste Modell aus Rüsselsheim werden, das den neuen Kühlergrill namens „Vizor“ trägt. Michael Lohscheller, CEO der deutschen Marke, hat dazu bereits einen ersten Ausblick gegeben. Vollständig vorgestellt werden soll er bereits im kommenden Monat bei der offiziellen Präsentation des neuen Konzepts Opel GT X Experimental.
Das Außendesign wird zudem von der Entscheidung geprägt, die dreitürige Karosserie zu streichen. Der kommende Corsa wird ausschließlich als Fünftürer angeboten.
Diese Strategie entspricht nicht nur dem Trend in diesem Segment, sondern soll auch höhere Gewinne ermöglichen.
5. Der Innenraum
Im Innenraum spricht vieles dafür, dass die sechste Generation des Opel Corsa dasselbe Infotainmentsystem wie die PSA-Marken erhält. Dennoch soll sich das Ambiente deutlich von jenem der französischen Modelle unterscheiden.
Obwohl der künftige Corsa im spanischen Saragossa gebaut wird, soll er sich durch jene Eigenschaften abheben, die üblicherweise mit deutschen Fahrzeugen verbunden werden. Die französischen Ressourcen werden diese Stärken voraussichtlich weiterentwickeln.
6. Der Preis
Für konkrete Prognosen ist es zwar noch zu früh, doch auch beim Preis dürfte der kommende Corsa leicht angepasst werden. Voraussichtlich bewegt er sich dabei auf einem ähnlichen Niveau wie der neue Peugeot 208.
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