Rund ein Jahr nachdem Miguel Dias ihn mit dem Skyactiv-G-Benzinmotor getestet hatte, kehrte der Mazda CX-5 Homura in die Redaktion von Razão Automóvel zurück.
Dieses Mal mit dem 184 PS starken 2.2 Skyactiv-D-Diesel (der auch mit 150 PS erhältlich ist) stellt sich die Frage: Passt dieser Motor besser zum japanischen SUV?
Im vorangegangenen Test hatte Miguel Dias schliesslich festgestellt, dass die Kombination aus dem 165 PS starken 2.0 Skyactiv-G und dem Sechsgang-Schaltgetriebe für ein SUV wie den CX-5 etwas „zu kurz übersetzt“ war. Ist der 2.2 Skyactiv-D die bessere Wahl?
Immer besser
Bevor diese Frage beantwortet wird, ist festzuhalten, dass der CX-5 zwischen den beiden Tests ein „Facelift“ erhalten hat. Neben den Änderungen an Front und Heck wurde der CX-5 auch technisch aufgewertet.
Der zentrale Bildschirm misst nun 10,25 Zoll statt 8 Zoll, zudem kommt ein neues Infotainmentsystem zum Einsatz. Das Display lässt sich gut ablesen, und das neue System überzeugt, weil es nicht mit unnötig vielen Menüs überfrachtet ist, die häufig ohnehin nie genutzt werden.
Besonders stark weiterentwickelt hat sich Mazda in den vergangenen Jahren jedoch bei der allgemeinen Innenraumqualität seiner Modelle. Der Mazda CX-5 Homura bildet da keine Ausnahme: Die japanische Alternative rückt den Premium-Angeboten in diesem Punkt immer näher – und das ist keineswegs übertrieben.
Beim Platzangebot schliesse ich mich Miguel an. Im Fond ist reichlich Raum vorhanden, die Anforderungen einer Familie werden mehr als erfüllt. Auch der Kofferraum mit 510 l Fassungsvermögen und Gummimatte kann mit dem Angebot der Konkurrenz problemlos mithalten.
Lohnt sich der Motor?
Wenn man das Sprichwort ernst nimmt, wonach der erste Eindruck besonders zählt, hat mich der 2.2 Skyactiv-D zunächst nicht unmittelbar überzeugt.
Im kalten Zustand arbeitet er auffallend laut. Mit zunehmender Betriebstemperatur wird es besser, doch zu einem Massstab für Laufkultur wird er nie – ein deutlicher Kontrast zur ansonsten überzeugenden Geräuschdämmung von Mazda.
Beim Durchzug enttäuscht der 2,2-l-Diesel nicht, wirklich begeistern kann er allerdings ebenfalls nicht. Auf dem Papier ist der CX-5 Homura etwa schneller als ein Tarraco 2.0 TDI mit 150 PS und DSG-Getriebe, in der Praxis sind die zusätzlichen 34 PS jedoch kaum spürbar.
Mitverantwortlich ist das Sechsgang-Automatikgetriebe. Es arbeitet zwar sanft, reagiert aber nicht besonders schnell und ist vor allem lang übersetzt. Das unterstreicht die Vorliebe des CX-5 für die Autobahn – und genau dort hat er mir am besten gefallen.
Dank der langen Übersetzung läuft der Motor dort „leise vor sich hin“ und bleibt selbst bei etwas höherem Tempo im idealen Drehzahlbereich von etwa 2000 bis 2500 U/min.
Unter diesen Bedingungen kommen auch der hohe Fahrkomfort und die ausgezeichnete Fahrstabilität des CX-5 Homura am stärksten zur Geltung.
Auf kurvigen Strecken macht die lange Getriebeübersetzung dagegen der präzisen, direkten Lenkung und dem gut abgestimmten Fahrwerk einen Strich durch die Rechnung. Der CX-5 bleibt jederzeit sicher, berechenbar und stabil. Natürlich erreicht er nicht ganz das Fahrvergnügen der kleineren Modelle der japanischen Marke, kommt ihnen aber recht nahe.
Beim Verbrauch hilft die lange Übersetzung vor allem auf Landstrassen und Autobahnen. Dort sind Durchschnittswerte von 5,8 l/100 km bis 6,2 l/100 km ohne besondere Anstrengung möglich.
Im Stadtverkehr muss man hingegen oft den manuellen Modus wählen, um den 2,2-l-Motor „aufzuwecken“. Das zeigt sich beim Verbrauch, der unter diesen Bedingungen nur schwer unter 6,5–7,0 l/100 km fällt.
Ist er das richtige Auto für mich?
Sachlich gestaltet und bei der allgemeinen Qualität sehr nahe an den deutschen Referenzmodellen, bleibt der Mazda CX-5 eine überlegenswerte Option für alle, die ein komfortables und geräumiges Familien-SUV suchen.
Der CX-5 Homura hebt sich durch seine eigenständigere Optik ab, punktet aber vor allem mit einer umfangreichen Serienausstattung. Gerade in diesem Bereich setzt er sich klar von möglichen deutschen Premium-Rivalen ab, mit denen die Modelle der Marke aus Hiroshima zunehmend konkurrenzfähig erscheinen.
Beim Motor gilt: Obwohl er besser zum familienorientierten Charakter des CX-5 passt als sein Benzin-Pendant, beeindruckt er auch in dieser Version mit 184 PS und 445 Nm nicht durch seine Fahrleistungen.
Stattdessen „passt er wie angegossen“ zum entspannten und familientauglichen Wesen dieses SUV. Auf langen Fahrten, vor allem auf der Autobahn – dem „natürlichen Lebensraum“ des CX-5 Homura –, erweist er sich als guter Begleiter.






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